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Mitteldeutschland So sieht die Mega-Baustelle A72 bei Leipzig von oben aus
Region Mitteldeutschland So sieht die Mega-Baustelle A72 bei Leipzig von oben aus
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11:14 28.06.2019
So sieht die künftige Anschlussstelle A72 bei Rötha aktuell aus. Quelle: Julia Tonne
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Borna

Die neue A72 nimmt langsam, aber sicher Formen an. Zugegeben: Das ist aus der Luft besser zu erkennen, als von der Fahrbahn aus. Derzeit befindet sich der letzte Abschnitt der Trasse bis Böhlen im Bau, bis 2026 soll er voraussichtlich fertig werden. Notwendig dafür ist die Verdichtung des Baugrunds. Von Straßenbau ist auf dem letzten Abschnitt zwischen Rötha und dem Bauende kurz vor der A38 daher noch längst keine Rede. Vielmehr erfolgt hier grober Erdbau.

Eine Herausforderung wird die künftige Anschlussstelle Zwenkau. Drei Brückenbauwerke müssen hier errichtet werden, um die B2 und die Staatsstraße 72 an die künftige Autobahn anzubinden. Voraussichtlich ab September diesen Jahres kann dann schon der Streckenabschnitt der A72 von Borna Nord bis Rötha befahren werden.

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Die Luftaufnahmen zeigen den aktuellen Stand der Bauarbeiten entlang der A 72 zwischen Borna-Nord und der Anschlussstelle Böhlen-Zwenkau.

Krötenschutzzaun an der Autobahn 72

Am Rande des Autobahnbaus ist neben Massen von Erde, Beton, Stahl und Steinen, neben Lärm, Staub und Bautechnik auch Platz für Natur und Umweltschutz. Ein großes Baufeld neben der Gösel ist von einem Krötenschutzzaun umgeben. Das Lasuv beschäftigt eigens eine Firma, die die Amphibien aufsammelt und zum Laichgewässer bringt.

Anderes Beispiel: Auf zwei Seiten eines großen Regenrückhaltebeckens ragt jeweils ein Holzbalken bis nach oben zum Beckenrand aus dem Wasser. Falls Tiere ins Wasser fallen, sollen die sich an dem Balken aus dem Becken retten.

In der seit Jahren überfluteten Göselaue bei Rötha sind zwei Biotope mit sandgefüllten Bigpacks vom Baufeld abgetrennt und gesichert. In dem Gewässer unmittelbar neben der Baustelle fühlt sich auch in diesem Jahr ein Schwan wohl.

Auf der interaktiven Karte die Baustelle A72 entdecken

Von Julia Tonne und André Neumann

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