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Mitteldeutschland Sommerurlaub 2019: Die Sachsen lieben das Mittelmeer und die Heimat
Region Mitteldeutschland Sommerurlaub 2019: Die Sachsen lieben das Mittelmeer und die Heimat
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10:01 05.07.2019
Die Sachsen zieht es dieses Jahr vor allem ans Mittelmeer – keine Überraschung. Quelle: Benjamin Nolte/dpa
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Leipzig

Der Sachse mag die Gewohnheit – zumindest wenn es um seinen Urlaub geht. Denn beim Ranking der beliebtesten Reiseziele der Menschen aus dem Freistaat sind die altbewährten nach wie vor an der Spitze.

Wenn es in die Ferne geht, stehen Spanien – inklusive Balearen und Kanaren – sowie Griechenland auf Platz eins und zwei, teilt Susanne Stünkel vom Reiseveranstalter TUI mit. Ganz oben rangiert jedoch der Urlaub im eigenen Land: Deutschland ist und bleibt Spitzenreiter. „Fast die Hälfte aller TUI-Urlauber aus Sachsen zieht es in eines dieser drei Länder“, so Stünkel.

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Türkei geht absolut durch die Decke“

Bei Thomas Oczadly, Vorstand des Vereins Dresdner Reisebüros, belegen hingegen Ägypten und die Türkei die ersten beiden Plätze des Urlaubsziel-Rankings. „Kurioserweise wollen die Sachsen trotz des hiesigen Wetters dort hin, wo es noch heißer ist“, staunt er. „Vor allem die Türkei geht absolut durch die Decke.“ Dort herrsche ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Spanien hingegen werde zunehmend seltener bei ihm nachgefragt, weil die Preise im Laufe der letzten Jahre immer weiter angestiegen seien.

Auch für die TUI ist die Türkei der „Aufsteiger des Sommers“ und verzeichne „vor allem bei Familien hohe Zuwachsraten“, so Susanne Stünkel. Im Mittelfeld des Rankings rangieren Italien sowie Österreich und Bulgarien. „Bei Paaren hingegen wächst vor allem Polen überproportional, während Singles sich in diesem Sommer bevorzugt für eine Reise nach Kroatien entscheiden“, erklärt Stünkel.

Kreuzfahrt-Trend ebbt ab

Einige Sachsen zieht es allerdings auch noch weiter in die Ferne: „In diesem Jahr sind auch Bali, Thailand und die Karibik gefragt“, resümiert Thomas Oczadly. Der Trend zu Kreuzfahrten hingegen stagniere allmählich. „Die stehen zwar immer noch hoch im Kurs, aber die Zuwächse der vergangenen Jahre sind wohl vorbei.“

Überhaupt seien die Sachsen zwar weiterhin sehr reisefreudig, so Oczadly. Der Buchungsrekord des vergangenen Jahres wurde in diesem Sommer jedoch nicht wieder erreicht. „Es lief gut, 2018 war aber einfach ein Knüller-Jahr.“

Susanne Stünkel liefert konkrete Zahlen zu Reisedauer und –kosten der Sachsen. Mit durchschnittlich 10,3 Tagen liegen sie genau im Bundesdurchschnitt, sind jedoch etwas sparsamer: 2435 Euro pro Buchung weist der Touristikkonzern aus, der bundesweite Mittelwert hingegen liege bei 2772 Euro.

Von Christian Neffe