Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Dresdner Biologin Suzanne Eaton – Polizei ermittelt wegen Mordes
Region Mitteldeutschland Dresdner Biologin Suzanne Eaton – Polizei ermittelt wegen Mordes
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:10 10.07.2019
Der Tod von Suzanne Eaton wirft Fragen auf.
Der Tod von Suzanne Eaton wirft Fragen auf. Quelle: Biotechnologisches Zentrum der TU Dresden
Anzeige
Dresden

Eine Sonderkommission hat die Ermittlungen im Fall der auf Kreta tot aufgefundenen Dresdner Wissenschaftlerin Suzanne Eaton übernommen. Inzwischen werde wegen Mordes ermittelt,hieß es am Abend aus dem Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik in Dresden, an dem die US-Forscherin seit 1998 arbeitete.

Die Polizei habe umfassende Maßnahmen ergriffen, „um die verantwortliche(n) Person(en) zur Rechenschaft zu ziehen“, so die Institutssprecherin Katrin Boes. „Wir können die Untersuchungen am besten unterstützen und ihren Erfolg gewährleisten, indem wir helfen, wichtige und akkurate Informationen zu finden und zu kommunizieren und irreführende oder spekulative Verwirrung zu vermeiden.“

Wanderer fanden die Leiche in einer kleinen Grotte

Die Leiche der gebürtigen US-Amerikanerin Suzanne Eaton war am Montagabend gefunden worden. Sie hatte an einem Expertentreffen in der kleinen Hafenstadt Kolymbari teilgenommen und war am 4. Juli zu einer Wanderung aufgebrochen, von der sie nicht wieder zurückkehrte. Wanderer fanden die Leiche in einer kleinen Grotte nahe der Ortschaft Maleme rund zehn Kilometer westlich von Kolymbari.

Vor der Leiche wurde eine Holzpalette gefunden, hieß es aus Polizeikreisen. Dies deute auf einen möglichen Versuch hin, die Leiche zu verstecken. Wie das Nachrichtenportal der Zeitung „Protothema“ am Mittwoch berichtete, hätten die Gerichtsmediziner nach einer ersten Obduktion keine Wunden entdeckt, die durch Schüsse oder Stiche entstanden sein könnten. Aus diesem Grund seien weitere Untersuchungen notwendig.

Eaton forschte am Max-Planck-Institut in Dresden

Eaton stammte aus Oakland im US-Bundesstaat Kalifornien. Sie hatte im Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) gearbeitet. Im Gründungsjahr des MPI-CBG kam sie nach Dresden, wo ihr Mann einer der Direktoren ist. Mit ihrem Team erforschte sie an Fruchtfliegen, wie Zellen miteinander kommunizieren, um Gewebe einer bestimmten Größe und Form zu bilden.

Von DNN/dpa