Die sächsische Landesregierung plant Einschnitte, die einem Lockdown für Ungeimpfte gleichkämen. Laut den Überlegungen könnte das 2G-Modell für einen Großteil des öffentlichen Lebens verpflichtend werden. Ungeimpften wäre dann künftig nur der Einkauf, der Gang zum Friseur und die Inanspruchnahme von körpernahen Dienstleistungen möglich. In der Regierung wird sogar diskutiert, ob auch der Einzelhandel das 2G-Modell anwenden müsse – Waren des täglichen Bedarfs ausgenommen.
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Etwa 90 Prozent der Corona-Patienten in den sächsischen Krankenhäusern sind nicht geimpft. Auch die aktuellen Inzidenzwerte sprechen eine deutliche Sprache: Zehnmal mehr Bürger, die keinen vollen Immunschutz hatten, sind derzeit mit dem Virus infiziert.
Am Freitag stieg die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen auf 253,9. Damit liegt der Freistaat auf dem zweiten Platz der Bundesländer nach Thüringen (288,9). Innerhalb eines Tages kamen gut 2000 neue Fälle hinzu. Bislang starben 10.300 Menschen in Sachsen nach einer Corona-Infektion.
Von LVZ