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Mitteldeutschland Warum wieder mehr Menschen in Sachsen Lehrer werden wollen
Region Mitteldeutschland Warum wieder mehr Menschen in Sachsen Lehrer werden wollen
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14:13 26.04.2019
Freut sich über mehr Lehrerbewerbungen: Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU). (Archivbild) Quelle: Sebastian Kahnert/dpa
Dresden

Mehr Menschen wollen in Sachsen Lehrer werden: Laut Kultusministerium haben sich „mehr Bewerber als erwartet“ für das neue Schuljahr beworben. Demnach hätten sich an dem jüngsten Einstellungsverfahren insgesamt 3051 Personen beteiligt. Darunter waren 1223 grundständig ausgebildete Lehrkräfte, 1648 Seiteneinsteiger und 180 pädagogische Fachkräfte.

Erstmals konnte sich über ein Online-Portal angemeldet werden.„Erfreulich ist, dass die Zahl der Bewerber mit grundständiger Ausbildung so hoch ist wie seit drei Jahren nicht mehr“, erklärt das Kultusministerium. So hatten sich zum Schuljahr 2017/2018 genau 1075 ausgebildete Lehrkräfte beworben, für das laufende Jahr 1130.

Mehr Referendare bleiben in Sachsen

Daneben ist mit 397 auch die Zahl von Bewerbern aus anderen Bundesländern gestiegen. Daneben gibt es unter den Referendaren wieder ein größeres Interesse, in Sachsen als Lehrer einzusteigen. Von den rund 600 Referendaren, die ihren Vorbereitungsdienst im Sommer beenden werden, bewarben sich 506 um eine Einstellung im Freistaat.

Damit stieg die Quote von bisher um die 60 auf 85 Prozent. „Wir sehen Licht am Ende des Tunnels. Es ist gelungen, den Negativtrend der vergangenen Jahre zu beenden. Bessere Einkommensmöglichkeiten und die Verbeamtung zeigen offenbar Wirkung“, erklärt Kultusminister Christian Piwarz (CDU).

Regionale Unterschiede: Leipzig am beliebtesten

Allerdings gibt es große regionale Unterschiede bei den Bewerbungen: Die meisten Anwärter interessieren sich nach wie vor für eine Einstellung in den Regionen Dresden (769) und Leipzig (1227). Dagegen gibt es nur ein verhaltenes Interesse, Lehrer im Bereich der Regionalschulämter Bautzen (218) und Zwickau (250) zu werden.

Ein ähnliches Bild zeichnet sich bei den Schularten ab: Fast jeder dritte Bewerber will an einem Gymnasium unterrichten, wo es allerdings den geringsten Bedarf gibt. Demgegenüber gibt es vergleichsweise wenig Interessenten insbesondere für Förderschulen, aber auch für Oberschulen. Insgesamt hat mehr als die Hälfte der Bewerber keine Lehrer-Ausbildung, sondern will quereinsteigen.

Piwarz: Brauchen Lehrer in ganz Sachsen

Dennoch stellt der Kultusminister klar: „Allen grundständig ausgebildeten Lehrkräften werden wir ein Einstellungsangebot unterbreiten.“ Dabei sollten die entsprechenden Vorschläge „vorurteilsfrei und offen“ geprüft werden, um auch in einer anderen Region und Schulart den Dienst anzutreten als bislang favorisiert. „Wir brauchen Lehrerinnen und Lehrer in ganz Sachsen“, wirbt Piwarz.

Von Andreas Debski

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