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Mitteldeutschland Was sich in den Ferien in Sachsens Schulen tut
Region Mitteldeutschland Was sich in den Ferien in Sachsens Schulen tut
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11:21 13.07.2019
Teile der 120.Grundschule in Leipzig-Großzschocher werden in den Ferien saniert. (Archivbild) Quelle: Andre Kempner
Dresden

Den Brandschutz verbessern, Toiletten und Treppen in Ordnungen bringen oder auch ein neuer Anstrich: Während der Sommerferien haben in vielen Schulen Sachsens die Bauarbeiter die Regie übernommen. Dafür werden von den Städten und Gemeinden teilweise erhebliche Mittel aufgewendet, ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der genau Bedarf ist offiziell nicht bekannt. Der Sächsische Städte- und Gemeindetag nennt unter Berufung auf das Institut für öffentliche Finanzen und Public Management der Universität Leipzig für den Zeitraum von 2018 bis 2022 eine Summe von etwa 2,1 Milliarden Euro.

Arbeiten in Leipzig an Dächern und Rohren

In Leipzig wird unter anderem an der 120. Grundschule das Dach repariert sowie in der Sporthalle Rohrleitungen saniert. An dem Gebäude in der Martin-Herrmann-Straße hatte das Sturmtief Friederike Anfang des vergangenen Jahres Schäden verursacht.

In der 31. Grundschule werden die Abwasserleitungen von der Jungentoilette erneuert und in der Förderschule Thonberg 18 Räume und zwei Fluren gemalert und vier Toiletten saniert.

Bedarf verdoppelt – neue Räume notwendig

Sachsenweit habe sich der Bedarf im Vergleich mit vorangegangenen Untersuchung verdoppelt, hieß es vom Sächsischen Städte- und Gemeindetag. Ursache dafür seien nicht nur wachsende Schülerzahlen, sondern auch steigende Baukosten sowie immer höhere Anforderungen etwa bei der Energieeffizienz.

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Für Schulsozialarbeiter, Inklusionsassistenten oder Praxisberater würden immer häufiger neue Räume benötigt. Veränderte Unterrichtsformen machten kleinere Räume für die Arbeit in kleinen Gruppen oder für Fördermaßnahmen notwendig. In den Ballungsräumen seien aber freie Grundstücke für Schulgebäude mit Freiflächen und Sportanlagen kaum noch verfügbar.

1,2 Millionen Euro für eine Sporthalle

Von den 79 kommunalen Schulen und schulischen Einrichtungen in Chemnitz wurde nach eigenen Angaben bisher etwa jede zweite vollständig saniert. Die weitere Sanierung werde auch künftig einen hohen Stellenwert haben, hieß es. An der Sporthalle der Josephinenschule in der Agnesstraße werden die seit Juni 2018 laufenden Arbeiten in den Sommerferien beendet. Für rund 1,2 Millionen Euro wurde die Halle unter anderem energetisch saniert und mit einem Funktionsanbau versehen.

An der Grundschule Glösa wird in den Ferien weiter gebaut. Der Altbau soll im September und die Außenanlagen bis Oktober fertig werden. Das Projekt mit einen Erweiterungsneubau wurde mit etwa 3,9 Millionen Euro veranschlagt. An der Grundschule Reichenhain dauern die Arbeiten am Schulhaus noch voraussichtlich bis Oktober. Die Kosten dort: 3,2 Millionen Euro.

Sanitäranlagen und Sicherheitsmängel

Für den Unterhalt und die Instandhaltung von Schulgebäuden und Freianlagen hat das Schulverwaltungsamt in Dresden insgesamt 13,7 Millionen Euro zur Verfügung. Priorität hätten Sicherheitsmängel. Werterhaltungsmaßnahmen würden zu Beginn eines Jahres mit den Schulleitungen abgestimmt. Diese könnten auch Wünsche äußern.

So werden unter anderem in der Oberschule in Dresden-Cossebaude für rund 840.000 Euro die Sanitäranlagen erneuert, bei der 65. Grundschule wird für 96.000 Euro die Außentreppe saniert und in der 95. Grundschule für 50.000 Euro der Bodenbelag erneuert. An der Schule auf dem Berthelsdorfer Weg stehen die Sanierung der Eingangstreppe, des Bodenbelags sowie Malerarbeiten und der Austausch von Fenstern an.

Im Berufsschulzentrum Agrarwirtschaft und Ernährung wird während der Sommerferien damit begonnen, eine Ausbildungshalle, einen ehemaligen Kuhstall, einschließlich Fundamenten und Leitungen abzureißen.

Von Ralph Hübner/dpa/jhz

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