Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Mitteldeutschland Wie sich Sachsens Weihnachtsmärkte vor Anschlägen schützen
Region Mitteldeutschland Wie sich Sachsens Weihnachtsmärkte vor Anschlägen schützen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:46 24.11.2018
Betonbarrieren gehören auch in diesem Jahr zum gewohnten Bild auf vielen Weihnachtsmärkten. Quelle: Silas Stein/dpa
Leipzig/Dresden/Chemnitz

Lichterglanz, Riesenstriezel und Weihnachtspyramide: Das vorweihnachtliche Treiben in Sachsen nimmt in der neuen Woche Fahrt auf. Alljährlich zieht es mehrere Millionen Menschen vor allem auf die großen Märkte wie in Dresden und Leipzig. Auch in diesem Jahr werden wieder Vorkehrungen gegen terroristische Anschläge getroffen.

Auf dem 584. Striezelmarkt in Dresden wird nach einem Gottesdienst am Mittwoch (28. November) Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die große Weihnachtspyramide anschieben, den Christstollen anschneiden und die Stücke an Besucher verteilen. Im vergangenen Jahr kamen rund zwei Millionen Besucher zum Striezelmarkt. Auf dem Markt will die Polizei mit einer mobilen Polizeiwache für Sicherheit sorgen, auch Mitarbeiter eines privaten Sicherheitsdienstes und des Ordnungsamtes sind im Einsatz. Eine Einsatzgruppe des Stadtordnungsdienstes läuft Streife.

Auf dem Striezelmarkt wurden bereits im Vorjahr Betonbarrieren installiert. Neu sind in diesem Jahr unter anderem mobile Schranken mit Wasser gefüllte Indutainer. Quelle: Arno Burgi/dpa

Zudem sollen wie in den vergangenen Jahren Betonelemente vor Attacken schützen. Neu sind zwei mobile Schranken an den Zufahrten und mit Wasser gefüllte Indutainer, faltbare Container, sowie mobile Fahrzeugsperren. Das Sicherheitskonzept sei wie jedes Jahr angepasst worden, sagt der Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Robert Franke.

Leipzig setzt auf „Haifischflosse“

Auch in Leipzig werden auf den Hauptachsen zum Weihnachtsmarkt laut Stadt zusätzlich zu schon bestehenden Poller-Anlagen Betonsperren aufgestellt. Die Polizei werde verstärkt Streife laufen, heißt es. Zwischen den Behörden wurde auch ein Schnellwarnsystem für den Notfall installiert. Der Markt öffnet schon am Dienstag, einen Tag eher als in Dresden.

Anders als im Vorjahr soll am Augustusplatz keine Sperre aus Polizeifahrzeugen zum Einsatz kommen. In der Goethestraße wird zwischen den beiden Straßenbahngleisen ein längliches Betonelement – eine sogenannte Haifischflosse – installiert, welches das Durchbrechen eines Lkw verhindern soll.

Chemnitz: Pflanzkübel statt Betonbarrieren

In Chemnitz sind fast zwei Meter große Figuren von Bergmann, Engel und Schneemann sowie ein Räuchermann, eine zwölf Meter hohe Weihnachtspyramide, eine Riesenspieldose und ein fünf mal zwei Meter großer Schwibbogen Hinweise auf das nahe Erzgebirge, das Weihnachtsland schlechthin. Für die Sicherheit wurden auf einigen Zufahrtswegen mit Sand befüllte Container und große Pflanzkübel aufgestellt.

Von LVZ