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Mitteldeutschland Zugverkehr in Sachsen wird wegen Coronavirus eingeschränkt
Region Mitteldeutschland Zugverkehr in Sachsen wird wegen Coronavirus eingeschränkt
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18:03 15.03.2020
Archivbild – Die Deutsche Bahn will bis auf Weiteres keine Fahrkarten mehr kontrollieren. Quelle: dpa
Dresden

Wegen der Coronavirus-Krise gibt es im Bahnverkehr in Sachsen zunehmende Einschnitte. Der Linienverkehr der Länderbahn ist wegen der Einstellung der grenzüberschreitenden Zugverbindungen zu Tschechien und Polen seit Samstag eingeschränkt. Zudem wird die Deutsche Bahn in den nächsten Tagen ihren Regionalverkehr deutlich einschränken. Damit reagiere das Unternehmen auf die geringe Zahl an Fahrgästen als Folge der Coronavirus-Krise, sagte eine Sprecherin am Sonntag in Berlin. Die Zahl der Züge werde schrittweise an die sinkende Nachfrage angepasst. Ein „Notfahrplan“ sei das nicht.

Probleme wegen geschlossener Grenzen

Von den geschlossenen Grenzen zu Tschechien und Polen sind in Sachsen die Vogtlandbahn und der Trilex betroffen, wie ein Sprecher der Länderbahn mitteilte. Von Zwickau und Plauen aus fährt die Bahn nur noch bis Zwotental und nicht mehr bis nach Kraslice auf tschechischer Seite. Fahrgäste von Zwickau Richtung Cheb können nur noch bis Bad Brambach fahren.

Der Trilex zwischen Dresden und Liberec fährt noch bis Zittau. Die Verbindung von Dresden nach Zgorzelec endet in Görlitz und führt nicht mehr nach Polen. Für den Betrieb auf der Strecke Seifhennersdorf-Zittau-Liberec entfallen die Haltepunkte in Deutschland. Entsprechende Anträge wurden von tschechischen und polnischen Verkehrsministerien genehmigt.

Keine Fahrkarten-Kontrollen mehr

Die Zugbegleiter in den Regionalzügen kontrollieren bis auf weiteres die Fahrkarten nicht mehr. Dies geschehe zum Schutz von Fahrgästen und Mitarbeitern, sagte die Sprecherin. Die Schaffner fahren aber weiterhin in den Zügen mit. Zuvor hatte der „Spiegel“ über die Maßnahmen der Bahn berichtet. Demnach sollen die Fahrpläne von Dienstag oder Mittwoch an ausgedünnt werden. Die Bahn konnte noch keine Angaben dazu machen, wie sich das auf Sachsen auswirkt.

Von dpa

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