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Oschatz 16 Bewerber wollen in Cavertitzer Gemeinderat
Region Oschatz 16 Bewerber wollen in Cavertitzer Gemeinderat
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08:36 17.05.2019
Seit Jahren kämpfen Gemeinderäte in Cavertitz für den Erhalt der Grundschule. Alle Arbeiten, die bisher nötig waren, mussten ohne die Unterstützung aus Förderprogrammen bewältigt werden – ein Kraftakt für die Kommune. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Cavertitz

Es gibt keinen historischen Ratssaal, große Industrieansiedlungen fehlen und die Zahl der kommunalen Bauprojekte ist überschaubar. Cavertitz gehört zu den kleineren Gemeinden der Region. Wer hier Politik machen will, merkt schnell, dass das Tischtuch immer wieder zu kurz ist – oft an mehreren Ecken gleichzeitig. Dennoch hat sich die Kommune ihre Eigenständigkeit bewahrt und ihren Handlungsspielraum immer wieder neu erkämpft.

Die CDU hat sich verstärkt und tritt mit neun Bewerbern für den Gemeinderat an.

Die Arbeit im Gemeinderat verläuft unaufgeregt. Man kennt sich, man schätzt sich – unabhängig davon, über welche Liste jemand auf seinen Stuhl gekommen ist. Diskutiert wird durchaus energisch, aber immer fair in der Sache. Es spricht für sich, dass viele der bisher schon aktiven Räte am 26. Mai erneut auf dem Wahlzettel stehen. Auch Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos) weiß, was sie an dem Gremium hat. „Machen sie sich Gedanken, ob sie wieder kandidieren wollen. Ich würde gerne weiter mit ihnen zusammenarbeiten“, forderte sie die Frauen und Männer schon vor längerer Zeit auf.

Der Treptitzer Verein für ökologischen Gewässerschutz hat drei Kandidaten für die Wahl zum Gemeinderat aufgestellt.

Wenn die Wahlberechtigten aus den Ortsteilen am 26. Mai an die Urnen gehen, stehen insgesamt 16 Bewerber auf den Listen.

14 Sitze sind im Gemeinderat zu vergeben, und auf „die Neuen“ wartet viel Arbeit, denn es gilt, aus Steuereinnahmen, Zuweisungen und Fördermöglichkeiten das Beste herauszuholen, um mit den begrenzten eigenen Mitteln die Kommune weiter zu entwickeln. Eine große Aufgabe für die nächste Zukunft ist der Bau des Sozialgebäudes für die Feuerwehr in Cavertitz. Außerdem stehen die Chancen gut, dass die Gemeinde endlich wieder Fördermittel für die Grundschule bekommt, wenn die Einrichtung nicht länger unter Beobachtung steht. Bisher mussten hier alle Ausgaben aus eigener Kraft bewältigt werden.

Vier Bewerber stehen auf der Liste der Sozialdemokraten, darunter zwei Gemeinderäte und zwei mögliche Neueinsteigerinnen.

Der CDU in Cavertitz ist es gelungen, sich für die anstehende Kommunalwahl zu verstärken. Kandidierten 2014 noch sieben Bewerber auf der Liste der Christdemokraten für den Gemeinderat, stehen dieses Jahr neun Frauen und Männer zur Verfügung. Die Christdemokraten stellen bisher die Mehrheit im Rat und geben sich angesichts ihrer Bewerber kämpferisch: „Wir haben als CDU eine gut durchmischte Liste aufgestellt, mit dieser möchten wir wieder stärkste Kraft im Gemeinderat werden“, kündigt Spitzenkandidat Florian Stehl an.

CDU breit aufgestellt

Im Fokus stehe das Engagement zum Wohle der Gemeinde, für das sich alle Kandidaten einsetzen wollen – dafür spreche auch die Herkunft der Bewerber, die aus insgesamt sechs Ortsteilen der Kommune kommen und diese künftig vertreten wollen, ohne dabei die gesamte Gemeinde aus dem Blick zu verlieren.

VÖG setzt auf gesunden Menschenverstand

Sie gehen zum zweiten Mal ins Rennen: Nach 2014 nominiert der Verein zum ökologischen Gewässerschutz – kurz VÖG – abermals Kandidaten. In den vergangenen fünf Jahren saßen bereits drei Vertreter für den Verein im Gemeinderat, von denen Hans-Günther Hesse erneut zur Wahl steht.

Der VÖG stehe für angewandte Politik, wobei Bürger für Bürger ohne Parteienrichtlinie eintreten, heißt es vom Verein: „Wir wollen, dass unsere Kandidaten ihren gesunden Menschenverstand in die kommunalpolitische Diskussion einbringen. Es sollen nachvollziehbare Entscheidungen für die Bürger vor Ort getroffen, manchmal auch erstritten werden.“

Bewerberquartett bei Sozialdemokraten

Die Sozialdemokraten in Cavertitz treten mit einem Bewerberquartett zur Kommunalwahl an – und das auffallend gleichberechtigt mit je zwei Frauen und Männern. Angeführt wird die Liste von Dr. Frank Steinmann, der während der letzten Legislaturperiode als Nachrücker in den Gemeinderat kam. Außerdem steht mit Mario Röder ein langjährig erfahrener Gemeinderat zur Wahl. Yvonne Prill und Manuela Stenzel treten erstmals an.

Via Faltblatt lassen die Cavertitzer SPD-Bewerber die Wähler wissen, was ihnen am Herzen liegt: Dazu gehören stabile Elternbeiträge ebenso wie die Unterstützung der Feuerwehren und Vereine, der Erhalt des Radwegenetzes oder der Hochwasserschutz. Um als Eigenheimstandorte attraktiver zu werden, sollen die Bebauungspläne an aktuelle Standards angepasst werden. Außerdem kündigen die Kandidaten an, sich dafür einzusetzen, dass weitere Gewerbeflächen bereitgestellt werden.

Von Jana Brechlin

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