Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz 25 Jahre OAZ: Als Oschatz Kaffeekannen-Weltmeister wurde
Region Oschatz 25 Jahre OAZ: Als Oschatz Kaffeekannen-Weltmeister wurde
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:56 24.05.2016
Zwischen 208 und 2011 treffen fast tägliche Kaffeekannenlieferungen im Oschatz-Park ein. 2009 war das anvisierte Ziel von 14 000 Kannen fast geschafft und im Rundbau werden die Kannen in die Regale einsortiert.
Oschatz

Vor 25 Jahren hatten die Leser die erste OAZ in den Händen. Am 5. Juni feiert die Oschatzer Allgemeine bei der Kleinen Gartenschau im Oschatz-Park ihr Geburtstagsfest. Begleitend will die OAZ mit einer Erinnerungs-Serie auf die Höhen und Tiefen der vergangenen 25 Jahre zurückblicken. Heute geht es um die Kaffeekannen-Sammlung im „O“.

Nach der 4. sächsischen Landesgartenschau in Oschatz sollte es einen weiteren Höhepunkt geben: Die weltgrößte Kaffeekannen-Sammlung. Das Jahr 2006 war für die Große Kreisstadt mit Abstand das schönste und erfolgreichste Jahr. Die Landesgartenschau war ein Magnet für über eine halbe Million Menschen aus der Region und der ganzen Welt. Nach dieser Großveranstaltung wusste niemand, wie es wohl mit dem Terrain weiter geht, ob und wenn ja welche Nachnutzung es geben wird.

Hinter den Kulissen hatten kompetente Leute ein Konzept entwickelt, das sich sehen lassen konnte. Und das können tausende Kinder und Erwachsene bestätigen, die zum Spielen und Relaxen gern den O-Schatz-Park nutzen – mit seinem „O“, dem Tierpark und Spielmöglichkeiten. Zu den Honoratioren gehörten der Lebenshilfe-Chef Hans-Peter Beer, der am 20. November 2008 im Alter von 54 Jahren plötzlich verstarb, Hans-Jürgen Haaser, Iris Kübler, Hartmut Peter, Wolfgang Müller und viele andere.

Aktion 2008 ins Leben gerufen

Hans-Peter Beer hatte 2008 eine Sammlung von Kaffeekannen als Aktion ins Leben gerufen, einen Weltrekord für das Guinness-Buch der Rekorde. Die Zwischenbilanz im Jahr 2009 war vielversprechend. „Wir haben jetzt 13 534 Kannen. Mein Ziel ist die 14 000-Marke. Und das schaffen wir auch“, sagte damals Katja Bachmann, die Managerin des O-Schatz-Parkes. Wie erfolgreich die Aktion tatsächlich verlief, konnte Hans-Peter Beer nicht mehr erleben. Die letztendlich 18 179 Kannen wurden von den Guinness-Managern anerkannt. Den Titel Kannenweltmeister haben die Oschatzer, doch für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde 2012 hat es nicht gereicht. „Der Rekord an sich ist immer noch ungebrochen“, bestätigte damals Olaf Kuchenbecker von der deutschen Redaktion des Guinnessbuches. Leider, so Kuchenbecker, habe es der Rekord aber nicht ins Guinnessbuch 2012 geschafft. „Der Grund ist, dass wir für diese Buchausgabe sehr viele schöne Sammlungsrekorde, aber nur zwei Doppelseiten Platz dafür hatten“, erklärte er.

Es haben sich sehr viele Menschen, Vereine und Interessengemeinschaften an dem Rekordversuch beteiligt. Sie alle können sagen, dass auch sie zu dem Erfolg beigetragen haben. Die Vielfalt der Kannen ist kaum in Worte zu fassen. Es gibt kleine und große Kannen, alte und fast neue, aus Porzellan oder Keramik, aus Manufakturen und Betrieben.

Wer für sich die schönste Kanne aussuchen möchte, benötigt viel Zeit, denn jedes Exponat hat wenigstens eine Minute Aufmerksamkeit verdient. Dazu benötigte der Interessent über zwölf Tage rund um die Uhr.

Zehn Jahre später große Hoffnungen

Die Landesgartenschau und der Rekord haben die Stadt veranlasst, eine erste und jetzt im Juni eine zweite Kleine Gartenschau zu organisieren. Das erste „Baby“ 2011 war schon recht gut geraten. Die zweite Kleine Gartenschau nach zehn Jahren soll das selbe Ergebnis bringen oder noch besser gelingen: Viele Besucher aus allen Himmelsrichtungen sollen sich an den Veranstaltungen erfreuen und im „O“ die Kaffeekannen-Sammlung bei einer Tasse Kaffee bestaunen, im Park spazieren, die Tiere und deren Fütterung beobachten und andere liebenswerten Dinge in Oschatz kennen lernen.

Und wenn Besucher mit einem oder mehreren Spendern von Kannen ins Gespräch kommen, werden sie staunen, wie viele schöne Geschichten damit verbunden sind, woher die Kannen stammen, und wie sie vom Staub befreit wurden.

Den Bewohnern des Lebenshilfe-Vereins, die den Tierpark und das „O“ bewirtschaften, gilt Respekt. Es ist zu spüren, dass sie ihre Arbeit hier gern erledigen und ihre Aufgaben auch ernst nehmen.

Von Gabi Liebegall

Nach langer Trockenheit gab es in der Nacht vom Montag zum Dienstag die langersehnten Niederschläge. Doch der Starkregen in den Nachtstunden rief auch die Oschatzer Feuerwehr auf den Plan. Die Kameraden mussten vor allem abgesoffene Keller auspumpen oder Überflutungen beseitigen.

24.05.2016

Der Altersdurchschnitt der Einwohner von Oschatz und Umgebung steigt. Damit erhöht sich auch die Gefahr, dass Auto fahrende Senioren zur Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer werden. Die Experten der Verkehrswacht Oschatz bieten deshalb verschiedene Tests an und empfehlen die Teilnahem ab einem Alter von 75 Jahren.

24.05.2016

Alles neu in Mügeln: Mit einem Fest ist am Wochenende die neue Ortsdurchfahrt eingeweiht worden. Damit geht ein Kapitel in der jungen Stadtgeschichte zu Ende. Aber es wird noch weiter investiert – und von Fördergeldern können auch die Bürger profitieren.

23.05.2016