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Oschatz 29 Kinder aus der Gemeinde Cavertitz werden im Umland betreut
Region Oschatz 29 Kinder aus der Gemeinde Cavertitz werden im Umland betreut
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13:21 16.01.2018
Hans-Günther Hesse (hinten rechts) und Martin Hühnlein von der Feuerwehr Treptitz überraschen die Mädchen und Jungen der Cavertitzer Kindertagesstätte "Kastanienbaum" zum Kindertag mit neuen Tretfahrzeugen. Bürgermeisterin Christiane Gürth (l.) spendiert dazu - wie schon zuvor in der Kita Lampertswalde - eine Runde Eis für die Kinder. Quelle: Jana Brechlin
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Cavertitz

Nicht alle Kinder aus der Gemeinde Cavertitz werden in den eigenen Einrichtungen betreut. Für Mädchen und Jungen, die Krippe, Kindergarten und Schulhort in anderen Kommunen betreuen, erhält Cavertitz eine Rechnung und muss den gesetzlich vorgeschriebenen Gemeindeanteil übernehmen und auch den Ausgleich des Landesanteils an der Betreuung. Entsprechende überplanmäßige Aufwendungen und Auszahlungen dafür standen auf der Tagesordnung der ersten Sitzung des Gemeinderates am Montagabend.

Rechnung der Nachbarkommune Liebschützberg

Im Dezember war der Cavertitzer Gemeindeverwaltung eine Rechnung der Nachbarkommune Liebschützberg zugestellt worden, die noch für die Betreuung im Jahr 2016 rund 12 600 Euro veranschlagt hatte. Mit dem Beschluss vom Montag sollten sämtliche Rechnungen aus 2017 abgeschlossen werden. „Wir haben deshalb auch die anderen Kommunen, das betrifft zum Beispiel Lossatal und Strehla, angeschrieben und gefragt, was noch aussteht“, informierte Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos).

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Übernahme der Betreuungskosten kostet rund 28 200 Euro

Insgesamt sind für die Übernahme der Betreuungskosten rund 28 200 Euro zu zahlen. Außerdem mussten überplanmäßige Aufwendungen in Höhe von etwa 26 200 Euro beschlossen werden. Letztere gehen in den Ergebnishaushalt ein, erklärte Kämmerin Ilona Kahle. Beide Posten – die Aufwendungen und Auszahlungen – sind im Haushalt in zwei Deckungskreisen angelegt, die sich gegenseitig ausgleichen sollen. Dabei habe die Kommune auch Erträge und muss zum Beispiel die Landeszuschüsse an der Betreuung widerspiegeln.

Dass Kinder in anderen als ihrer Heimatkommune betreut werden können, erlaubt das sächsische Kita-Gesetz. Aktuell werden 13 Hortkinder, elf Kita- und fünf Krippenkinder in anderen Gemeinden betreut. Umgekehrt besuchen zehn Mädchen und Jungen aus anderen Kommunen die Einrichtungen in Cavertitz und Lampertswalde – wofür die Gemeinde wiederum einen Ausgleich von deren Heimatkommunen erhält. „Dass Eltern ihre Kinder woanders betreuen lassen, resultiert oftmals aus Umzügen oder weil es mit dem Arbeitsweg der Eltern besser zu vereinbaren ist“, erklärte Christiane Gürth.

Von Jana Brechlin