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Oschatz 5000 Tonnen Grünschnitt aus der Collm-Region landen an den Sammelplätzen
Region Oschatz 5000 Tonnen Grünschnitt aus der Collm-Region landen an den Sammelplätzen
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06:00 16.03.2017
Anstatt auf dem heimischen Komposthaufen landet immer mehr Grünschnitt auf den riesigen Sammelbergen in den Gemeinden. Quelle: Wolfgang Zeyen
Collm-Region

Derzeit wachsen sie wieder wie Pilze aus dem Boden – riesige Berge mit Grünschnitt, Laub und vertrockneten Gartenabfällen. Allein in der Region Torgau und Oschatz gibt es rund 20 Sammelstellen in den Städten und Gemeinden. Doch anstatt die Überreste des vergangenen Gartenjahres auf dem eigenen Komposthaufen zu entsorgen, ziehen es immer mehr Leute vor, ihren Grünschnitt an den offiziellen Sammelplätzen zu entsorgen.

Das ganze Jahr über kann das Material zudem in der Oschatzer Region auf dem Betriebshof Rechau/Zöschau abgegeben werden. Darüber hinaus betreibt die Abfallwirtschaft Torgau-Oschatz GmbH (Ato) in Oschatz, Dahlen, Wermsdorf, Mügeln, Naundorf, Merkwitz, Glossen und Klingenhain Sammelstellen, die von März bis November regelmäßig an den Sonnabend-Vormittagen geöffnet sind. Die Annahmetermine können dem Abfallkalender entnommen werden.

Saisonal ist zudem eine Abgabe auf Sammelplätzen im März und April möglich. Diese und der einzuhaltende Abgabezeitraum sind ebenfalls im Abfallkalender vermerkt. „Bei einzelnen Sammelplätzen müssen wir leider wiederholt feststellen, dass der Zeitraum nicht eingehalten und nicht genehmigtes Material wie Abfall oder Erde entsorgt wird. Dies gefährdet im Einzelfall den Fortbestand der bürgerfreundlichen ortsnahen Entsorgungsmöglichkeit“, sagt Ato-Geschäftsführer Martin Klemm.

Im Zuständigkeitsbereich der Ato GmbH, dem Gebiet des ehemaligen Landkreises Torgau-Oschatz, werden nach Klemms Angaben jährlich zwischen 9000 und 11 000 Tonnen Baum- und Heckenschnitt, Rasen und Laub erfasst und verwertet. „Bei der Annahme ist heizwertreicher Baumverschnitt von Rasen und Laub zu trennen, da hierfür unterschiedliche Verwertungswege vorgesehen sind. Die größeren Holzteile werden in Heizkraftwerken thermisch verwertet. Rasen und Laub sowie die Feinfraktion werden auf beiden Betriebshöfen kompostiert“, so Klemm. Für den erzeugten Fertigkompost, der auf den Betriebshöfen für zehn Euro nett Pro Tonne zu haben ist, besitzt die Ato GmbH das RAL-Gütezeichen der Bundesgütegemeinschaft Kompost.

Wer dennoch im eigenen Garten kompostieren möchte, für den hat Uta Schmidt von der Naturgarten-Beratung Oschatz ein paar einfache Hinweise parat: Bis auf Essensreste, die unter anderem Ratten anlocken können, kann alles kompostiert werden, was in der Natur gewachsen ist – auch Fallobst, Gras und Laub.

Der Komposthaufen braucht Luft und Feuchtigkeit, weshalb er mit Ästen aufgelockert und im Halbschatten positioniert werden sollte. „Bereits nach einem Jahr hat man wunderbaren Dünger. Deshalb machen zwei Haufen Sinn: einer vom Vorjahr und einen für das aktuelle.“ Wichtig dabei: Frische Gartenabfälle sollten immer mit alter Komposterde angereichert werden, damit die Mikroorganismen sofort mit der Arbeit loslegen können. Und falls der selbst kreierte Dünger nicht ausreicht, sind Hornspäne eine ökologische Alternative.

Ein ganz eigenes Modell der Grünschnittentsorgung und Komopostgewinnung wird in der Oschatzer Gartensparte „Erich Billert“ praktiziert. „Wir schaffen den überflüssigen Grünschnitt, der nicht auf den eigenen Parzellen verwertet wird, nicht zu den Sammelstellen, sondern haben in der Gartensparte eine eigenen Sammel- und Kompoststelle eingerichtet“, sagt der Spartenvorsitzende Christoph Senkel.

Bei entsprechenden Arbeitseinsätzen, wird das Material zerkleinert und später nach der Rotte ausgesiebt. „Wer will, kann sich dann im Frühjahr gegen den Obolus von einem Euro für die Vereinskasse eine Schubkarre Komposterde wieder abholen“, erklärt Senkel das vereinsinterne und nachahmenswerte Recyclingsystem.

Von Christian Kunze, Christian Neffe, Hagen Rösner

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