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Oschatz Agrargenossenschaft Naundorf nimmt künftig Hopfen statt Primeln ins Gewächshaus
Region Oschatz Agrargenossenschaft Naundorf nimmt künftig Hopfen statt Primeln ins Gewächshaus
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16:00 14.05.2019
Roland Paul (2.v.r.) von der Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln zeigt Sachsens Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (l.) die ersten Hopfenpflanzen. Video unter www.lzv.de/region Quelle: Foto: Axel Kaminski
Naundorf

 Sachsens Umwelt- und Landwirtschaftsminister Thomas Schmidt (CDU) und Vertreter des Elbe-Saale-Hopfenpflanzerverbandes trafen sich am Montag in Niedergoseln. Gastgeber Roland Paul begrüßte den Minister in jener Halle, in der die Hopfenernte des Betriebes verarbeitet wird.

„Hauptanliegen unseres Treffens mit dem Minister war es, für die Förderung der Züchtungsforschung durch den Freistaat zu werben“, erklärte Jörg Kamprad, Vorsitzender des Hopfenpflanzerverbandes. Diese Forschungsarbeit erfolge an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft in Hüll. Dort würden jährlich bis zu 1000 Hopfenstämme gezüchtet und untersucht. Diese Test würden Brauversuche mit einschließen, um neben hohen Erträgen ein gutes Endprodukt zu sichern.

Hopfen wird ausgebaut

Durch die Bundesländer Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sei dies bisher mit jeweils rund 20 000 Euro pro Jahr gefördert worden. Dieses Programm laufe nun aus. Verbal sicherte der Minister eine weitere Unterstützung der Forschung zu. Jörg Kamprad wertete dies auch ohne Vorliegen eines Schriftstückes als „wichtiges Signal“.

Die Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln will sich in Zukunft noch stärker in der Hopfenproduktion engagieren. Derzeit baut sie diese Frucht auf rund 60 Hektar an. Künftig sollen in Niedergoseln auch Hopfenpflanzen herangezogen werden.

Primelaufzucht ist unbeständig

„Die Primeln schieben wir aus den Gewächshäusern raus“, machte Roland Paul klar. Das Heranziehen der unregelmäßig wachsenden Frühblüher sei ein unbeständiges Geschäft. Da passe die Hopfenvermehrung deutlich besser in die zeitlich getaktete Produktion unter Glas und Folie. „Die personellen Voraussetzungen dafür haben wir“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Agrargenossenschaft mit Blick auf Steffi Berger, die die Gärtnerei leitet.

Gemeinsam mit ihr stellte Roland Paul dem Minister und den Vertretern des Hopfenpflanzerverbandes die ersten Ergebnisse der Arbeit mit Pflanzen der Sorten Polaris und Perle in der Niedergoselner Gärtnerei vor. Wichtig ist den Hopfenbauern vor allem, virusfreie Pflanzen auf ihre Anbauflächen zu bekommen.

Hopfen in Sachsen noch ein Exot

Mit 470 Hektar Anbaufläche ist der Hopfen in Sachsen ein Exot, bewegt sich flächenmäßig in etwa in der Größenordnung des Weinanbaus. In den drei Bundesländern, die gemeinsam die Züchtungsforschung fördern, wird Hopfen auf zirka 1500 Hektar angebaut. Die Ernte lag 2018 bei knapp 50 000 Zentnern. Dennoch sei eine eigene Pflanzenzucht von großer Bedeutung. „Wenn wir auf eine geschützte geografische Angabe Wert legen, gehört neben dem eigentlichen Anbau auch die regionale Herstellung des virusfreien Pflanzmaterials dazu“, erläutert Jörg Kamprad. Das sei mit bisher nur einem Betrieb in Sachsen nur schwer zu gewährleisten. Er freue sich deshalb, dass die Agrargenossenschaft Naundorf-Niedergoseln dabei helfen werde, die erforderlichen Mengen an Hopfenpflanzen bereitzustellen.

Von Axel Kaminski

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