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Oschatz Alpaka in Malkwitz getötet – Züchter vermutet Wolf
Region Oschatz Alpaka in Malkwitz getötet – Züchter vermutet Wolf
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10:29 07.08.2019
In Malkwitz hat in der Nacht zum Montag vermutlich ein Wolf ein Alpaka gerissen. Quelle: Foto:
Malkwitz

Der morgendliche Rundgang zu seinen Tieren ist für Hartmut Knappe normaler Alltag. Das Bild, das sich dem Malkwitzer dabei jedoch am Montag bot, war ein Schock: Als der Tierhalter bei den Alpakas ankam, lag eine Stute tot im Gehege, drei weitere Tiere waren verschreckt, aber unverletzt. Bissspuren, ein aufgebrochener Rumpf und ein verschmähter Magen – der Anblick war nichts für schwache Nerven. „Ich habe sofort an einen Wolfsriss gedacht. Anders konnte ich mir das Bild einfach nicht erklären“, schildert Hartmut Knappe. Dazu komme, dass die typischen Pfotenabdrücke zu sehen waren und sich am Zaun Spuren fanden, wo das Tier gescharrt hatte, um sich einen Weg unter dem Zaun zu bahnen.

Fachstelle Wolf verständigt

Nach dem grausigen Fund verständigte der Tierhalter die Behörden, woraufhin Mitarbeiter der Fachstelle Wolf nach Malkwitz kamen, um den Fall zu dokumentieren und um Proben von der Alpakastute zu nehmen. Eine Auswertung lag zunächst noch nicht vor.

Schwerer Verlust für Alpakazucht

Für die Alpakazucht von Hartmut Knappe ist der Verlust ein schwerer Schlag, immerhin handelte es sich bei dem gerissenen Tier um die einzige Stute. Kurz zuvor hatte der Halter drei Alpakas verkauft, damit die Herde für das Grundstück nicht zu groß wird, wenn jedes Jahr ein Jungtier hinzukommt. Die verbliebenen drei Tiere führt er nun nachts in den Stall. Bisher waren solche Vorkehrungen nicht notwendig und die kleine Herde auf ihrem umzäunten Areal sicher. „Ich habe seit rund zehn Jahren Alpakas und noch nie ist etwas passiert“, betont der Malkwitzer. Für ihn bedeute das mehr als nur Ärger über den Verlust eines Tieres, schließlich befinde sich das Gehege direkt am Wohngrundstück seiner Familie, die sich jetzt um ihre Sicherheit sorgt.

Sorge um Kinder und Enkel

Auf dem Hof leben auch seine Kinder und Enkel, die gern gemeinsam zu Nachtwanderungen aufbrechen. Doch damit ist es jetzt vorbei. „Dass ein Wolf so nah an das Dorf, an unser Haus kommt, macht uns Angst“, beschreibt er.

Von Jana Brechlin

Schon wieder eine Wolfsattacke: Nachdem in der vergangenen Woche zwölf Schafe in Wellerswalde (Gemeinde Liebschützberg) getötet wurden, ist in der Nacht zum Montag ein Alpaka in Malkwitz (Gemeinde Wermsdorf) gerissen worden. In beiden Fällen waren höchstwahrscheinlich Wölfe die Angreifer. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu diesem Thema.

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