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Oschatz Alternative für Deutschland lädt in Oschatz zum Tag der Nordsachsen
Region Oschatz Alternative für Deutschland lädt in Oschatz zum Tag der Nordsachsen
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16:37 25.08.2019
Gudrun Petzold und Dr. Gottfried Curio im Oschatzer Thomas-Müntzer-Haus. Quelle: Foto: Christian Kunze
Oschatz

Mit viel deutlicher Kritik an der „unseriösen Haushaltsführung“ der Bundesregierung und den undemokratischen Strukturen der Europäischen Union aber kaum einem Wort zu Landes- oder Kommunalpolitik wartete die Alternative für Deutschland (AfD) beim „Tag der Nordsachsen“ am Freitagabend in der Stadthalle Thomas-Müntzer-Haus auf.

Mit dem Europa-Abgeordneten Dr. Maximilian Krah, Dr. Gottfried Curio und Peter Boehringer (Mitglieder des Bundestages) und Matthias Moosdorf waren Redner zu Gast, welche die großen Themen der AfD bedienten: Kritik am Euro und die Erhaltung der „deutschen Vernunft, Kultur, Sprache, Bildung und Identität“. So beschwor Dr. Maximilian Krah die „Vielfalt der deutschen Kultur“, die bedroht sei, vor allem durch „Gleichmacherei“ und „Verwaltungskrempel“ der Altparteien und „Merkels Freunde“. Gemeint seien damit die Migranten.

Vor allem Dr. Gottfried Curio widmete dem Thema Asyl einen Großteil seiner Redezeit. Ereignisse in Frankfurt/Main, Berlin, Stuttgart und München zog er heran. Dort sei die Sicherheit durch „kriminelle Migranten“ gefährdet, in Parks, Bahnhöfen, Schwimmbädern. Die Sicherheit an diesen Orten beginne mit Sicherheit an der Grenze. Dem gegenüber stellte Curio den „schwer arbeitenden Steuerzahler“ der für alles zu zahlen habe. Anstatt Fremde ins Land zu holen, solle man den Menschen in Fluchtregionen vor Ort helfen. Dafür gab es bisweilen Applaus und schließlich stehende Ovationen, allerdings nicht von allen Anwesenden. Peter Boehringer forderte daran anknüpfend ein Ende der Auslandseinsätze der Bundeswehr.

Für die „Entwertung der Sparguthaben“ durch die Europäische Zentralbank und eine verfehlte Migrationspolitik der Bundesregierung gelte es am 1. September die Regierenden in Dresden abzustrafen. Dass diese Entscheidungen nicht von der Landesregierung verantwortet wurden, kam allerdings nicht zur Sprache.

AfD Wahlkampf beim Tag der Nordsachsen in Oschatz mit der Landtagskandidatin Gudrun Petzold. Quelle: Christian Kunze

Peter Boehringer sprach von den Wählern als „Speerspitze“. Die Sachsen seien 1989 schon einmal federführend beim Sturz einer Regierung gewesen. Deshalb müsse es auch jetzt wieder heißen „Wir sind nicht nur das Volk, sondern Wir sind ein Volk“, bekräftigte Maximilian Krah – nicht der erste Slogan, den die Partei aus der Geschichte und von anderen entlehnt.

Gudrun Petzold ist Direktkandidatin für den Wahlkreis 36. Sie trat nach der Wende in die CDU ein und bereits 1993 wieder aus, um später in die DSU einzutreten („Dort gab es keine Altlasten“). Seit 2016 ist sie Mitglied der AfD, wo sie unter anderem eine Frauengruppe aufbaute.

Von Christian Kunze

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