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Oschatz Ansturm auf Freibäder in der Region Oschatz
Region Oschatz Ansturm auf Freibäder in der Region Oschatz
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14:45 15.08.2018
Unbeschwerte Stunden bei viel Sonnenschein: Im Oschatzer Freibad Platsch ist es vorerst die letzte Saison. Das Bad wird Ende des Jahres geschlossen und umgebaut. Die Wiedereröffnung ist erst für Anfang 2020 geplant. Quelle: Foto: Christian Kunze
Oschatz

Sechs Ferienwochen, die mit einem heißen Juli aufwarteten, liegen hinter der Region. Der Juli war laut Deutschem Wetterdienst deutschlandweit nicht nur zu warm und zu trocken, sondern glänzte auch mit enorm viel Sonnenschein: Statt wie im Durchschnitt 228 Stunden schien die Sonne fast 326 Stunden auf Oschatz und Umgebung.

Dazu kamen Temperaturen, die im Vergleich zum 30-Jahresdurchschnitt von 1981 bis 2010 um 2,3 Grad nach oben abwichen und der Regen, der ausblieb. Lediglich 32,9 Liter pro Quadratmeter statt der sonst üblichen 70 Liter fielen im Vormonat. Zum Vergleich: Fällt diese Menge innerhalb von sechs Stunden, sprechen Meteorologen von einem Starkregen. Im Juli fiel diese Niederschlagsmenge spärlich verteilt auf sechs Tage.

Besucherzahlen in Freibädern steigen an

Was Mensch, Natur und Landwirtschaft belastete, führte andernorts zum Besucherandrang. Fast alle Freibäder der Region profitierten vom Super-Sommer, der heute mit bis zu 32 Grad Celsius in die Verlängerung geht.

Vom Saisonbeginn im Juni bis zum Anfang der Woche besuchten 12 593 Gäste das Freibad des Platsch. Bevor das Oschatzer Spaß- und Erlebnisbad für den Umbau schließt, kann es damit auf eine außergewöhnlich erfolgreiche Saison zurückblicken: „Bei den anhaltend hochsommerlichen Temperaturen sind die Besucherzahlen unseres Freibads jetzt bereits deutlich höher als in den vergangenen Jahren“, sagt Claudia Werner vom Marketing der Oschatzer Freizeitstätten GmbH. So waren 2016 mit 6684 Besuchern nur halb so viele Menschen im Freibad, 2017 waren es 7250.

Oschatzer Platsch-Bad wird 2019 umgebaut

In diesem Jahr ist sogar noch Luft nach oben: „Unser Freibad ist noch bis 16. September geöffnet“, so Werner. Bis dahin gelte die Regelung, dass entweder das Bad im Freien oder in der Halle genutzt werden kann. Welcher Bereich geöffnet ist, sei telefonisch an der Kasse unter 03435/976240 oder unter www.oschatz-erleben.de zu erfahren.

Ab Montag, dem 22. Oktober, werden die Wasserbecken geschlossen. Die Saunalandschaft folgt nach dem Jahreswechsel, für den Umbau zu einer „multifunktionalen Freizeiteinrichtung“. Schwimm- und Badefreunde müssen sich dann bis zu der Wiedereröffnung Anfang 2020 gedulden – oder ausweichen.

Stadtbad Mügeln verdoppelt Besucherzahlen

Eine Alternative ist das Stadtbad Mügeln: „Durch die aktuelle Auftragslage“, scherzt der Mügelner Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wähler) und meint das Wetter, erlebe das Bad in diesem Jahr bereits einen Besucheransturm.

Statt wie sonst mit 12 000 bis 15 000 schätzen die Mügelner, dass bereits jetzt über 30 000 Menschen den Weg ins Stadtbad zur Abkühlung fanden. Genaue Zahlen hat Ecke noch nicht, da sich Zahlen nur aus den Eintrittsgeldern rekonstruieren ließen.

Das ist einerseits dem guten Wetter geschuldet. Es spricht sich offensichtlich aber auch in der Region herum, dass wir ein 50-Meter-Becken zum Schwimmen haben.“ Hinzu kommen die langen Öffnungszeiten, für die Ecke seinen Mitarbeitern dankt, die diese ermöglichen: „Wenn es das Wetter hergibt – und es gab es her – haben wir bis 20 Uhr geöffnet.“ Geplant sei, dass das Bad bis Anfang September öffnet. „Aber wenn bis Oktober 30 Grad bleiben, können wir nicht schließen.“

Sonntage enttäuschen im Naturbad Luppa

Solange die Temperaturen noch bei 22 Grad Celsius liegen, öffnet Badbetreiber Holger Kühn noch das Naturbad in Luppa. „Wir haben zwar keine Spitzenzahlen von 2000 Gästen am Tag erreicht, dafür hatten wir im Schnitt 450 bis 500 Menschen täglich“, berichtet er.

Er hoffe, dass der August diese Marke vielleicht noch einmal knacken kann. Besonders die Sonntage – sonst die umsatzstärksten im Naturbad – trübten bisher hier ein wenig die Bilanz: „Wir hatten keinen Sonntag mit schönem Wetter, an dem kein Gewitter oder Regen gemeldet war“, sagt er. Trotzdem sei er mit dem Jahr zufrieden.

Andrang trotz niedrigem Pegel im Waldbad Schmannewitz

Harald Kutsche, Pächter des Waldbades Schmannewitz, kann nur grob überschlagen, wie viele Besucher er bisher hatte: „20 000 bis 25 000 waren es bestimmt, auf jeden Fall mehr als in den letzten Jahren“, sagt er.

Bis zum 3. Oktober können es auch hier noch mehr werden „Falls wir da noch Wasser haben“, scherzt er, denn die Trockenheit mache sich durchaus am Pegel des Waldteichs bemerkbar. So muss in Schmannewitz der Sprung vom Drei-Meter-Brett ausgesetzt werden, damit sich keiner gefährdet.

Von Manuel Niemann

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