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Oschatz Arbeiten an künftiger Wermsdorfer Grundschule werden teurer
Region Oschatz Arbeiten an künftiger Wermsdorfer Grundschule werden teurer
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06:00 05.03.2019
Neue Grundschule Wermsdorf Quelle: Gemeinde Wermsdor
Wermsdorf

Der Blick auf die Baustelle zeigt, es geht vorwärts an der künftigen Grundschule in Wermsdorf. Die Arbeiten liegen im Zeitplan, und noch gehe man weiter davon aus, die Einrichtung mit Beginn des neuen Schuljahres zu eröffnen, sagte Bürgermeister Matthias Müller (CDU). Dann gab es weniges Angenehmes zu besprechen, denn Müller musste bei seinen Räten wiederholt um Zustimmung für Nachträge im Zusammenhang mit den Bauarbeiten werben.

Vierter Nachschlag bei Bauhauptleistungen

Konkret ging es – ebenfalls wiederholt – um die Bauhauptleistungen, für die das ausführende Unternehmen nochmals über 5600 Euro geltend macht. Grund dafür sei zusätzlicher Aufwand im Rahmen der Putzarbeiten, um Risse zu verhindern, führte der Bürgermeister aus. Fachlich und rechnerisch sei das begründet und geprüft worden. „Dass wir nicht glücklich sind über Nachträge steht außer Frage“, räumte Matthias Müller ein und kündigte an, dass es deshalb eine Zusammenkunft mit dem Planungsbüro geben werde. Das beruhigte nicht alle im Gemeinderat: „Ich bin sehr sauer darüber“, sagte Jenö Kunfalvi (SPD), „deshalb gibt es von mir dazu ein klares Nein.“ Frank Reichel (CDU) kritisierte, dies sei der mittlerweile vierte Nachtrag, den das Baugeschäft geltend mache.

Vier Gegenstimmen

Knapp 65 000 Euro an Nachträgen haben die ursprüngliche Auftragssumme von 976 000 Euro auf nunmehr über 1,04 Millionen Euro steigen lassen. Bauamtsleiter Thomas Keller wandte ein, dass längst nicht alle aufgestellten Mehrkosten auch übernommen werden: „Es wurden durchaus auch Nachträge abgelehnt.“ Gemeinderat René Naujoks (CDU) erinnerte daran, dass man vorher gewarnt gewesen sei, dass dies gängige Praxis ist. Letztlich schöpfe die Firma hier bestehende Möglichkeiten aus. Er drängte darauf, das Gespräch mit den Planern zu suchen. Am Ende stimmte der Gemeinderat mehrheitlich für die Nachtragsvereinbarung. Von Kurt Müller, Jenö Kunfalvi, Ursula Fritzsche und Harald Werner gab es dagegen jeweils die rote Karte.

25 000 Euro mehr für Estricharbeiten

Der zweite Nachtrag betraf die Estricharbeiten, für die noch einmal über 25 000 Euro fällig wurden – hier lag die Auftragssumme ursprünglich bei rund 86 000 Euro. Der Estrichbauer habe teureres Material verwenden und durch die Überhöhung der Spannbetondecken eine Ausgleichsschicht aufbringen müssen. Das sei in der Ausschreibung nicht beachtet worden, weil diese Bauweise für Schulen nicht üblich ist, gab Bürgermeister Matthias Müller an die Räte weiter. „Ein renommiertes Planungsbüro muss so etwas können“, kritisierte er. Dem Bauunternehmen sei daher kein Vorwurf zu machen. „Haben wir Möglichkeiten, gegen das Büro vorzugehen?“ wollte Frank Reichel wissen. Müller, der bereits zuvor betont hatte, man wolle nicht die Konfrontation mit den Planern suchen, versicherte, man werde genau nachhaken, was bei der Planung vergessen worden sei und sich gegebenenfalls das Geld dort wieder holen. Letztlich hab es auch für diesen Nachtrag mehrheitlich Zustimmung, lediglich Kurt Müller und Harald Werner stimmten dagegen.

Von Jana Brechlin

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