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Oschatz Außengelände huldigt Oschatzer Kinderliederdichter und antiker Pferderennbahn
Region Oschatz Außengelände huldigt Oschatzer Kinderliederdichter und antiker Pferderennbahn
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23:56 24.05.2019
Eine Pferderennbahn steht Pate beim Favoriten für den Entwurf des Außengeländes der neuen Grundschule in Oschatz. Quelle: Dehli-News
Oschatz

Die Planungen der neuen Grundschule in der Karl-Liebknecht-Straße dominieren weiter die kommunalpolitische Arbeit. Der Stadtrat verabschiedete am Donnerstag mehrheitlich das Planungskonzept für den auf geschätzt 12,8 Millionen Euro teuren Neubau in Oschatz West.

Vorangegangen war dem der ausdrückliche fraktionsübergreifende Dank an die Verwaltung, sich noch einmal detailliert mit Einzelheiten des Projektes auseinandersetzen zu können. Dennoch zeigten sich nicht alle Stadträte zufrieden mit der Vorgehensweise. Frank Schneider (CDU), David Pfennig (Grüne), Henry Korn (Freie Wähler) und Falk Zschäbitz (FDP) meldeten sich zu Wort und monierten, dass keinerlei Alternativvorschläge zum vorgesehenen Massivbau unterbreitet worden sind. Alle verbanden damit mehr oder weniger den Wunsch, dass dies bei künftigen kommunalen Baumaßnahmen stärker fokussiert werde.

Alles rund um das Pferd

Einen Teil dieser Forderung setzten allerdings noch in der gleichen Sitzung die Planerinnen für das Außengelände der neuen Grundschule samt Hort um. Sie hatten drei Gestaltungsideen mitgebracht, die sie den Räten vorstellten. Auf breite Zustimmung stieß dabei die am umfangreichsten vorgestellte Variante, die einen klaren Bezug zu Oschatz hat.

Im neuen Schulgebäude werden die bisherigen zwei Grundschulen „Collmblick“ und „Magister Carl Gottlieb Hering“ vereinigt. Der Namensgeber für letztere inspirierten die Landschaftsarchitektinnen Claudia Hostmann und Michaela Noack aus Dresden. Hering war in Oschatz tätig und komponierte unter anderem das bekannte Kinderlied „Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp“. Pferde im allgemeinen und antike Pferderennbahnen, sogenannte Hippodrome standen Pate bei der Gestaltung. Neben der ovalförmigen Gestaltung des Grüns, analog zur Bahn eines Hippodroms soll sich das auch in den Spielgeräten niederschlagen. Möglich sei dies etwa durch große Holzschaukelpferde.

Quelle: Hendrik Schmidt

Naturnah und grün

Neben den tierischen Anknüpfungspunkten huldigt der Entwurf auch Oschatz als grüner Gartenstadt. Zieräpfel, – birnen und -kirschen, ein Schulgarten mit Hochbeeten und die Erweiterung des bestehenden Parkplatzes anstatt komplett neuer Stellflächen schaffen ein sehr naturnahes Ambiente. Ein Umstand, der auch Uta Schmidt (Grüne) gefällt. „Wir haben dort sehr viele Schüler aus dem angrenzenden Neubaugebiet. Für sie ist es wichtig, viel Grün um sich zu haben“, merkte sie an und warb zugleich dafür, so wenig des bestehenden Baumbestandes zu roden wie möglich.

Auf dem Areal gibt es zwei Flächen für Spielgeräte. Falk Zschäbitz bereitete ein wenig Bauchschmerzen, dass diese zwei Plätze in Konkurrenz zueinander stehen könnten. „Hier an beiden Stellen zu investieren, erachte ich als rausgeschmissenes Geld“, fand er deutliche Worte. Henry Korn widersprach dem deutlich und argumentierte dagegen, für Spielplätze, zumal an Schulen, könne man nie genug oder gar zu viel Geld ausgeben.

Pädagogen werden einbezogen

Joachim Rolke (CDU) wollte wissen, wie groß der vorgesehene Schulgarten werde. Die Planerinnen erklärten, dies werde man in Abstimmung mit den Lehrkräften und Hortpersonal festlegen. Die pädagogischen Fachkräfte wurden im Vorfeld einbezogen und werden Planung und Bau weiter begleiten, hieß es dazu. „Sie wissen schließlich genau, was für ihre Kinder richtig und wichtig ist“, so Planerin Claudia Hostmann.

Zum Schluss erkundigten sich die Stadträte nach den Rettungswegen für Einsatzkräfte und den sicheren Weg zur nächstgelegenen Bushaltestelle. Denn, so Falk Zschäbitz, eine nicht unerhebliche Zahl an Kindern werde den Weg zur Schule mit dem Bus antreten.

Von Christian Kunze

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