Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Auswärtiges Amt will in Oschatz über Russlandpolitik diskutieren
Region Oschatz Auswärtiges Amt will in Oschatz über Russlandpolitik diskutieren
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:03 19.05.2018
DEr Generalkonsul der Russischen Föderation in Leipzig, Andrey Y. Drnov lud am 08.05.2018.zum Empfang anlässlich des 73. Jahrestages des Sieges im Großen Vaterländischen Krieg und Befreiung Europas vom Nazismus in das Generalkonsulat ein. Tanz der Kinder Foto: Armin Kühne ( Kuehne ) Peschke Quelle: Armin KŸhne
Oschatz

Wie geht es in der Ostukraine weiter? Wie positionieren sich Russland und Deutschland zur Iran-Problematik? Was wird aus dem Erdgasgeschäft? Wie wird die weitere Syrienpolitik von Russland aussehen? Diese Fragen behandelten gestern Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Wladimir Putin bei einem Zusammentreffen im bulgarischen Sofia. Genau diese Fragen werden auch 24. Mai bei einem Forum des Auswärtigen Amtes in Oschatz behandelt. „Deutschland, Russland und Europa. Wie weiter?“ ist das Thema des außenpolitischen Abends in Oschatz – und auch die Frage, die regionale Akteure an den Beauftragten für Osteuropa im Auswärtige Amt, Andreas Peschke, stellen werden.

„Unsere Beziehung zu Russland ist eine außenpolitische Schlüsselfrage, von der viel abhängen wird“, sagte in der vergangenen Woche der CDU-Europaabgeordnete Hermann Winkler bei einem Treffen in Oschatz. In Russland sieht Winkler nicht nur einen wichtigen Faktor für die politischen Verhältnisse in Osteuropa, sondern auch einen wichtigen Faktor für die einheimische sächsische und nordsächsische Wirtschaft. „Es gibt viele Unternehmen in unserer Region, die nach den Russlandsanktionen wirtschaftliche Probleme bekommen haben“, sagt der Europaabgeordnete aus Leipzig. In dem Zusammenhang bemängelt Winkler die Untätigkeit der damaligen sächsischen Landesregierung. „Ministerpräsident Stanislaw Tillich hätte auf Bundesratsebene eine Lanze für die traditionellen Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ostdeutschland und Russland brechen können. Das hat er allerdings nicht getan“, so Winkler.

Seit Verhängen der Wirtschaftssanktionen dürfen viele wichtige Produkte nicht mehr nach Russland ausgeführt werden – auch die Äpfel der Obstland Dürrweitzschen AG. Vorstand Jan Kalbitz ist inzwischen darauf eingestellt. „Die von Russland bevorzugten Äpfel größeren Kalibers vertreiben wir anderswo.“ Als Beispiele nennt er Südtirol oder Nordafrika. Hinzu käme die zunehmende Dominanz polnischer Unternehmen beim Export von Frischobst in den osteuropäischen Raum. Welche Alternativen es gibt, um eigene Erzeugnisse in Russland zu vermarkten, sehe man in Belgien und den Niederlanden. Die dortigen Obstbauern bringen ihre Berater und Pflanzen nach Russland – und lagern so die Produktion aus. Denn selbst anzubauen und zu vertreiben, sei laut Sanktionen nicht verboten.

Von Hagen Rösner und Christian Kunze

Das Oschatzer Freizeitbad kann umgebaut werden. Oberbürgermeister Andreas Kretschmar konnte jetzt den Fördermittelbescheid für die Sanierung und Umnutzung entgegennehmen. Insgesamt soll das Vorhaben rund 5,6 Millionen Euro kosten.

18.05.2018

In der Nacht zu Mittwoch ereignete sich ein Übergriff auf eine 40-jährige Frau im Wohngebiet Torgau Nord-West. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

18.05.2018

Der seit Dienstagmorgen vermisste Psychiatrie-Patient aus der Wermsdorfer Klinik Hubertusburg ist weiter unauffindbar.

31.05.2018