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Oschatz Bauhauptleistungen knacken Millionen-Grenze
Region Oschatz Bauhauptleistungen knacken Millionen-Grenze
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13:46 04.09.2018
Bei einer Baustellen-Begehung der Grundschule Wermsdorf macht sich Bürgermeister Matthias Müller ein Bild vom Stand der Arbeiten. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Wermsdorf

Das hatten einige Räte schon befürchtet: Die Bauhauptleistungen für die Grundschule in Wermsdorf werden teurer. Zur jüngsten Sitzung mussten die Gemeinderäte deshalb über eine Nachtragsvereinbarung mit der ausführenden Firma bestimmen. Das Baugeschäft Ralf Gallasch hatte den Auftrag für das Los 2 – Bauhauptleistungen für 976 000 Euro erhalten, jetzt macht das Unternehmen zusätzliche Kosten von knapp 40 000 Euro geltend. Die Auftragssumme erhöht sich damit auf über eine Million Euro. Zur Erhöhung kam es etwas, weil bei manchen Posten vorab nur angenommen werden konnten, bestellte Zusatzleistungen hinzukam oder der Aufwand größer war.

Nachträge intensiv geprüft

Die Nachträge seien alle durch das Planungsbüro Ipro Consult, das den Bau überwacht, intensiv geprüft worden, versicherte Bürgermeister Matthias Müller (CDU). „Bei einem Objekt dieser Größe kann man nicht alles planerisch zu 100 Prozent abstimmen“, sagte er. Die Nachträge seien sehr genau begründet worden und keine Mondpreise. Dass es so kommt, damit hatte er gerechnet, sagte Gemeinderat Jenö Kunfalvi (SPD). Aber er hatte eine noch höhere Preissteigerung befürchtet. Letztlich stimmten die Wermsdorfer Gemeinderäte mehrheitlich für die Nachtragsvereinbarung. Kurt Müller (CDU) und Günter Schmidt (Linke) stimmten dagegen, Jenö Kunfalvi enthielt sich.

Weitere Auftragsvergaben

Außerdem hatten die Räte bereits die nächsten Auftragsvergaben für den Schulneubau auf dem Tisch liegen. Per Beschluss ging der Auftrag für die Tischlerarbeiten an ein Unternehmen aus Lauterbach, das mit 109 410 Euro als wirtschaftlichster Bieter empfohlen worden war. Damit blieb das Angebot sogar noch unter den geplanten Kosten von 122 500 Euro. 14 Betriebe hatten sich an der Ausschreibung für die Bodenbelagsarbeiten beteiligt, ausführen wird die Arbeiten nun Sven Winkler aus Torgau für knapp 79 000 Euro. Selbst das wirtschaftlichste Angebot lag hier noch über den geschätzten Kosten von 52 600 Euro. Unter den zehn Bietern für die Malerarbeiten machte eine Firma aus Radeberg das Rennen, die dafür 38 247 Euro geboten hatte – und damit sehr nah an den 38 800 Euro lag, die zuvor als Kosten für diesen Posten geschätzt wurden.

Feinreinigung wird deutlich teurer

Ebenfalls gut im Budget liegen die Fliesenlegerarbeiten, die für gut 46 000 Euro von einem Betrieb aus Döbeln ausgeführt werden. Die vorab veranschlagte Summe lag rund 3000 Euro darüber. Deutlich teurer wiederum wird die Feinreinigung, die am Ende der Bauarbeiten durchgeführt werden soll: Hier waren 5500 Euro angenommen worden, jetzt geht der Auftrag für 11 682 Euro an eine Firma nach Großenhain. Wobei es vor allem hier schwierig gewesen sei, überhaupt ein Unternehmen zu finden, das dafür noch Kapazitäten hat, erklärte Bürgermeister Matthias Müller. „Die Firmen sind alle mit ihren turnusmäßigen Aufträgen gut ausgelastet. Hinzu kommt, dass die Arbeiten in den Sommerferien stattfinden müssen – dann, wenn in anderen Schulen die Grundreinigung läuft und ohnehin auch für die Betriebe Urlaubszeit ist“, begründet er.

Von Jana Brechlin

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