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Oschatz Baumsägen auf Oschatzer Neumarkt ist Geschichte
Region Oschatz Baumsägen auf Oschatzer Neumarkt ist Geschichte
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13:28 09.01.2019
Das Baby auf dem Rücken gibt Ina Jochem (r.) den richtigen Schwung beim Weihnachtsbaumsägen auf dem Oschatzer Neumarkt. Die Veranstaltung wurde 1997 ins Leben gerufen und letztmals im Januar 2012 durchgeführt. Eine Neuauflage soll es nicht geben, doch der Heimatverein Thalheim bietet Ersatz. Quelle: Foto: S. Bartsch (Archiv)
Oschatz

Im Januar 2012 war die Luft endgültig raus. Nachdem die Besucherzahlen beim Oschatzer Weihnachtsbaumsägen mit Stammweitwurf und Tannenbaum-Weitwurf bereits in den Vorjahren geschwächelt hatten, war der Tiefpunkt am 7. Januar 2012 erreicht. Nur noch 20 Teilnehmer beim Sägewettbewerb und nur 24 Werfer beim Stammweitwerfen wurden gezählt. Schuld an der geringen Besucherresonanz war unter anderem das ungemütliche Wetter an diesem Sonnabend zum Jahresanfang 2012, viele Stammgäste dieser Veranstaltung blieben lieber zu Hause.

Werbegemeinschaft zieht Reißleine

Die Werbegemeinschaft Oschatz, unter deren Regie der Gaudi-Wettbewerb durchgeführt wurde, zog folgerichtig die Reißleine. Im Januar 2013 fiel das Weihnachtsbaumsägen erstmals aus. „Neben der geringen Resonanz“, so die damalige Chefin der Werbegemeinschaft Carola Schönfeld, sei ein weiterer Grund für das Aus in Oschatz gewesen, dass in den Dörfern ringsum zunehmend Weihnachtsbäume im Rahmen kleiner Feste zersägt wurden. Das Weihnachtsbaumsägen auf dem Neumarkt war 1997 ins Leben gerufen worden.

Profis zersägen Oschatzer Weihnachtsbaum

Seit 2013 wird der Oschatzer Weihnachtsbaum nun im Januar von den Profis der Stadtgärtnerei in handliche Stücke zersägt, die den Spendern des Baumes bei Bedarf zurück gegeben werden. So wie das auch in diesem Jahr der Fall ist. Die Baumscheiben der zwölf Meter hohen Rotfichte kehren nach Kleinforst zurück. Diese Nachricht hat OAZ-Leserin Adriana Richter auf die Frage gebracht: „Warum macht man denn nicht mal wieder das Weihnachtsbaumsägen?“ Mit Weitwurf und ähnlichem sei das doch eine tolle Sache gewesen.

Baumsägen abgehakt

„Für uns ist das kein Thema mehr“, sagt Thomas Schupke, Chef der Werbegemeinschaft Oschatz. Als das Weihnachtsbaumsägen noch stattfand, sei die Resonanz Jahr für Jahr geringer geworden. Deshalb habe sich die Werbegemeinschaft entschieden, diese Veranstaltung nicht mehr zu organisieren und sich auf die Publikumsmagneten wie Glühweinfest oder Modenacht zu konzentrieren. „Wir wollen unsere Veranstaltungen für die Gäste so gut wie möglich gestalten – und dort unsere Kraft reinstecken“, so Schupke.

Gaudi am Sonnabend in Thalheim

Ganz verzichten müssen die Oschatzer auf die Weihnachtsbaum-Gaudi dennoch nicht. Der Heimatverein im Oschatzer Stadtteil Thalheim springt in die Bresche. Am Sonnabend von 10 bis 14 Uhr können abgeschmückte Bäume ans Bürgerhaus gebracht werden. Pro Baum gibt es einen Glühwein oder ein anderes Getränk. „Die Bäume brauchen wir für unser Osterfeuer auf dem Kreischaer Berg“, sagt Vereinsvorsitzende Ines Gwosdz. Und sie fügt hinzu: „Und Weihnachtsbaum-Weitwerfen gibt es bei uns auch.“

Von frank hörügel

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