Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Behörden: Herrenhaus Mannschatz ist zu retten
Region Oschatz Behörden: Herrenhaus Mannschatz ist zu retten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
05:03 20.02.2019
Auf diesem undatierten Ölbild war das Herrenhaus Mannschatz noch gut in Schuss. Quelle: Frank Hörügel
Anzeige
Mannschatz

Ist das verfallene Herrenhaus in Mannschatz noch zu retten? Das Landratsamt Nordsachsen und das Landesamt für Denkmalpflege beantworten diese Frage mit Ja. „Das Herrenhaus ist zwar sehr schwer geschädigt, aber nicht unrettbar“, teilte der zuständige Kreisdezernent Eckhard Rexroth jetzt auf OAZ-Anfrage mit.

Nach dem OAZ-Bericht „Marodes Herrenhaus Mannschatz: Herrliche Zeiten sind längst vorbei“ vom 23. Januar hatten sich Vertreter des Landratsamtes Nordsachsen und des Landesdenkmalamtes vor Ort getroffen, um sich ein Bild von dem denkmalgeschützten Gebäude zu machen. Resultat: Der Eigentümer der geschichtsträchtigen Immobilie soll demnächst eine Anhörung bekommen. Ziel sei es, so Kreisdezernent Rexroth, dass der Eigentümer Sicherungsmaßnahmen im Bereich des Daches durchführt. Hier klaffen an mehreren Stellen große Löcher, durch die es in das Gebäude regnet. Dadurch wird die Bausubstanz weiter geschädigt.

Anzeige

Das Mannschatzer Herrenhaus, das über Jahrzehnte im Besitz der bekannten Schafzüchter-Familie Gadegast gewesen ist, wurde nach dem Zweiten Weltkrieg enteignet, ging dann in Volkseigentum über und wurde von der LPG (Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft) „Neues Leben“ Bornitz bewirtschaftet. Nach der Wende verkaufte die Treuhand-Gesellschaft das Ritterguts-Gebäude Anfang der 90er Jahre. Der letzte bekannte Eigentümer stammte aus der Gemeinde Jade bei Oldenburg im Bundesland Niedersachsen.

Von Frank Hörügel