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Oschatz Berufliches Gymnasium in Oschatz stellt sich beim Schnuppertag vor
Region Oschatz Berufliches Gymnasium in Oschatz stellt sich beim Schnuppertag vor
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16:14 10.01.2019
Die stellvertretende Schulleiterin Silvia Knott erklärt das Arbeiten mit dem wissenschaftlichen Taschenrechner. Quelle: Foto: Manuel Niemann
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Oschatz

Die einen fliegen aus, die anderen schnuppern rein: Während die zwölften und dreizehnten Klassen den Tag der offenen Hochschultür nutzten, öffneten sich am Donnerstag die Türen des Berufschulzentrums für mögliche Neuzugänge. Über 40 Neuntklässler waren der Einladung gefolgt, die an die Robert-Härtwig-Schule, aber auch nach Wermsdorf, Mügeln oder Strehla gegangen war.

Unterricht auf Probe

Das Berufliche Gymnasium hatte Schnuppertag: „Der Tag ist für die, die sich noch schwer vorstellen können, was sie in den drei Jahren bei uns dann erwartet“, erklärt Erika Sternberger, die Fachleiterin des Beruflichen Gymnasiums.

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Nach einer kleinen Einführung und einer Führung durch das Schulhaus mit den Elftklässlern wurden die Schüler in Gruppen eingeteilt. Sie durchliefen kurze Unterrichtseinheiten. Nur ein Einblick von je 45 Minuten, der aber bereits klären kann, dass in der Fachrichtung Ernährungswissenschaft mehr chemische Kenntnisse als hauswirtschaftliche gefragt sind. So ging es im Klassenzimmer von Maria König darum, Lebensmitteln Nährstoffe zuzuordnen.

Zwei Fachrichtungen im Angebot

„Es ist ein Reinschnuppern, um grob einen Überblick zu gewinnen“, sagte sie. In einem anderen Raum lernen die Jugendlichen die zweite mögliche Fachrichtung des Beruflichen Gymnasiums kennen: Quizze, Fragebögen und Zitate führen sie ins Thema Geld ein. Wann spricht man von Lohn, Bezügen oder einer Pension? Und was unterscheidet diese? – Eine Lektion aus den Wirtschaftswissenschaften, die erst im 13. Schuljahr vertieft wird. Auch in ihrer Einführung ging es Kerstin Staffe darum, Interesse zu wecken.

Als dritte Station durchliefen die Schüler einen Mathekurs. Silvia Knott, die stellvertretende Schulleiterin, machte sie mit den Taschenrechnern mit Algebrasystem vertraut. „Die sind tatsächlich ganz neu“, verriet Erika Sternberger. Die Mathematik werde allerdings in beiden Fachrichtungen gefordert.

Tag der offenen Tür findet im März statt

Drei Jahre – bis zur 13. Klasse – läuft die Ausbildung. Im Gegensatz zum allgemeinbildenden Gymnasium bekommen die Schüler auch berufsbezogene Inhalte vermittelt – ohne sich für immer festlegen zu müssen. Da sie am Ende das Abitur, also die allgemeine Hochschulreife, erwerben, stehen ihnen alle Studienfächer offen.

Wer den Schnuppertag verpasst hat, hat am Sonnabend, dem 16. März, Gelegenheit, Schule und Schulhaus kennenzulernen. Dann findet der nächste Tag der offenen Tür am Beruflichen Schulzentrum Oschatz, Am Zeugamt 3, statt.

Von Manuel Niemann