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Oschatz Blackout: Oschatz will bei längerem Stromausfall gut gerüstet sein
Region Oschatz Blackout: Oschatz will bei längerem Stromausfall gut gerüstet sein
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17:05 14.05.2019
So sieht ein Notstromgerät für den Innenbereich aus. Quelle: Stefan Straube
Oschatz

Unter einem Blackout verstehen Katastrophenschützer einen großflächigen Stromausfall, der das gesellschaftliche Leben komplett zum Erliegen bringt. Wie es sich bei einem Blackout anfühlt, das konnten Einwohner aus Lampersdorf im Januar 2018 nach dem Sturm Friederike spüren. Nicht nur für mehrere Stunden, sondern gleich für mehrere Tage war die Stromversorgung in dem Dorf der Oschatzer Nachbargemeinde Wermsdorf unterbrochen. Einwohnern und Kommune blieb nicht anderes übrig, als abzuwarten, bis die Stromversorgung wieder hergestellt war.

Aus Schule wird ein Notquartier

In Oschatz will man künftig für einen Blackout gewappnet sein, zumindest teilweise. In den vergangenen Wochen wurde viel über die Planung für eine neue Grundschule mit Hort in Oschatz-West diskutiert. Dabei hatten Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) und die städtische Bauverwaltung für das geplante Gebäude noch eine ganz andere Nutzung im Hinterkopf. Sollte es in Oschatz zu einem Blackout kommen, dann kann die Schule schnell zu einem Hotspot umgewandelt werden, in dem Bedürftige Schutz und Hilfe finden.

„Wir haben es in der Vergangenheit in Oschatz immer wieder mit Stromausfällen zu tun gehabt. Das ist inzwischen auch ein Thema, mit dem sich Stromexperten und Katastrophenschützer beschäftigen. In Oschatz konnten länger andauernde Ereignisse bisher erfolgreich verhindert werden. Es ist aber nicht auszuschließen, dass wir eines Tages mit einem größeren Stromausfall konfrontiert werden“, schätzt Andreas Kretschmar ein. Deshalb ist die Anschaffung einer Netzersatzanlage für die neue Grundschule geplant. Diese Anlage soll bei einem möglichen Stromausfall den Bewohnern aus dem Neubaugebiet, aber auch aus dem umliegenden Ortsteilen als Notunterkunft dienen. „Wir können hier bei kalter Witterung die Wärme- und die Stromversorgung aufrechterhalten. Die Leute hätten auch die Möglichkeit, hier ihre mobilen Geräte wie Handys oder Tablets aufzuladen, damit sie Kontakt zu Familienangehörigen aufnehmen könnten“, sagt Kretschmar. Er verweist auch darauf, dass die Stadt beim ersten großen Elbehochwasser 2002 Katastrophenhilfe leistete und Bewohner aus den überfluteten oder evakuierten Gebieten aufnahm.

Oschatz will keine mobile Variante anschaffen

„Wenn die Schule optional auch für Notunterkünfte oder als Katastrophenquartier genutzt werden soll, muss man auch über eine Netzersatzanlage oder zu deutsch ein entsprechend dimensioniertes Notstromgerät sprechen“, sagt Ralf Buschmann, Mitgeschäftsführer bei dem Riesaer Unternehmen IB Herzog & Partner GmbH. In den meisten Fällen werden die Netzersatzanlagen mit Diesel betrieben. Für Oschatz sei ein Gerät mit der Leistung von 80 Kilowatt im Gespräch. Buschmann nannte die drei Varianten, die für eine Notstromversorgung möglich sind. Dabei handelt es sich um eine stationäre Variante im Gebäudekeller, eine stationäre Anlage außerhalb des Gebäudes sowie eine komplett mobile Anlage.

Von der Anschaffung einer mobilen Anlage wurde abgeraten, weil die bei einem Notfall durch die Katastrophenschutzbehörde abgezogen werden kann. Letztlich bleibt eine stationäre Anlage außerhalb des Gebäudes der Favorit. Hier geht man davon aus, dass man mit einer Dieseltankfüllung die Stromversorgung im Gebäude für gut acht Stunden aufrechterhalten kann.

Die Anschaffung der Anlage ist noch keine beschlossene Sache, wird aber mit dem Baubeschluss für die Grundschule mit abgestimmt.

Von Hagen Rösner

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