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Oschatz Bombendrohungen in Oschatz und Torgau
Region Oschatz Bombendrohungen in Oschatz und Torgau
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15:42 14.05.2019
Die Agentur für Arbeit in Oschatz. Quelle: Dirk Hunger
Oschatz/Torgau

Die Agentur für Arbeit und das Jobcenter in Oschatz mussten am Montagvormittag evakuiert werden. Ebenfalls geräumt wurden die Dienststelle der Arbeitsagentur sowie das Jobcenter in Torgau. Grund dafür war eine Bombendrohung gegen diese Institutionen, die beim überregional übertragenden Radiosender Hitradio RTL per E-Mail eingegangen war, teilte die Polizei am Dienstag auf Nachfrage mit. „Die Senderverantwortlichen gaben diese Informationen an uns weiter. Einsatzkräfte der Polizei durchsuchten daraufhin die Objekte“, sagte Alexander Bertram, ein Sprecher der zuständigen Polizeidirektion in Leipzig. In Torgau wurde zudem eine Kinderarztpraxis mit evakuiert, die sich im gleichen Gebäude befindet.

Erstmals Drohung per Radio

In Oschatz und Torgau seien Sprengstoffspürhunde zum Einsatz gekommen, so Bertram weiter. Vor Ort wurde jedoch in beiden Städten nichts gefunden, was eine tatsächliche Bedrohung bestätigen könnte. „In Torgau konnte der normale Betrieb der Agentur, des Jobcenters und der Arztpraxis gegen 10.15 Uhr wieder aufgenommen werden. In Oschatz zogen sich die Untersuchungen bis 12 Uhr hin“, so Bertram.

„Die Dienstgebäude der Agentur für Arbeit in Oschatz und des Jobcenters Nordsachsen in Oschatz und Torgau mussten am 10. Mai wegen der Bombendrohung geschlossen bleiben. Die Öffnungszeiten in den weiteren Dienststellen der Agentur in Delitzsch, Eilenburg, Wurzen, Grimma und Borna sowie die telefonische Erreichbarkeit der Ämter waren davon aber nicht betroffen“, teilte Agentur-Sprecher Volkmar Beier mit. Wer durch die kurzfristige Schließung Vorsprachetermine oder eine Arbeitslosmeldung nicht wahrnehmen konnte, dem entstehen daraus keine leistungsrechtlichen Nachteile, betonte Beier und präzisierte: „Eine Arbeitslosmeldung muss am nächstmöglichen dienstbereiten Tag oder spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit nachgeholt werden.“

Bereits vor reichlich einem Jahr, Ende März 2018, gab es einen ähnlichen Vorfall im Landkreis. Damals waren die Agenturen in Delitzsch und Eilenburg betroffen. Die Drohungen gingen allerdings schriftlich ein. Vorsorglich wurden auch die Standorte in Oschatz und Torgau an besagtem Tag nicht geöffnet. Dass solche Drohungen, wie im jüngsten Fall, bei Radiosendern eingehen, habe es bisher zwar noch nicht gegeben, war von Polizeisprecher Alexander Bertram zu erfahren. Im Bereich der Polizeidirektion habe man es aber regelmäßig mit fingierten Drohungen zu tun.

Evakuierung weckt Erinnerungen

In Oschatz weckt der Vorfall indes Erinnerungen an den 1. Dezember des Jahres 2015. Damals tauchte in der Poststelle der Oschatzer Behörde ein Briefumschlag auf, darin ein weiterer Umschlag mit einer weißen pulverartigen Substanz. Der mit dem Pulver gefüllte Umschlag war mit den Worten „Mit besten Grüßen aus Tschernobyl“ beschriftet. Es folgte neben der Evakuierung die Entgiftung aller möglicherweise betroffenen Personen – der Verdacht einer radioaktiven Verseuchung stand im Raum. Die Feuerwehr Oschatz, die Feuerwehr Mügeln, Teile des Katastrophenschutzes des Kreises Nordsachsen, der DRK-Rettungsdienst sowie der Fachberater für ABC-Schutz des Kreises Nordsachsen waren stundenlang im Einsatz. Das Pulver entpuppte sich später als harmlos, ein 63-jähriger Oschatzer gestand die Tat.

Von Christian Kunze

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