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Oschatz Bornitzer baute Wohnheim in Uganda
Region Oschatz Bornitzer baute Wohnheim in Uganda
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17:09 10.05.2019
Nadin Gabner mit den Kindern in Uganda. Mehrere Wochen verbrachten sie und Rico Bernecker im Dorf, um hier ein Wohnheim zu bauen. Quelle: Foto: privat
Bornitz/Uganda

Es ist geschafft! Nach zweieinhalb Monaten konnten Nadin Grabner und Rico Bernecker aus Bornitz dieser Tage gemeinsam mit den Kindern der Entebbe Early Learning School die Eröffnung des neuen Wohnheims gebührend feiern.

Nach einem zügigen Baubeginn wurde in zweieinhalb Monaten viel geschafft. Das Geld dafür kam aus dem Sonderzweck des Jugenddankopfers 2018. Diese Spendenaktion führt die Evangelische Jugend in Sachsen jährlich durch, um Kinder und Jugendliche in Sachsen beziehungsweise im Ausland zu unterstützen. Für den Bau des neuen Wohnheims in Entebbe standen 20 635,97 Euro zur Verfügung. Damit konnten sogar einige Dinge zusätzlich beziehungsweise besser gebaut werden als ursprünglich geplant. So wurde zum Beispiel ein stabileres Dach errichtet und eine Zwischendecke eingezogen. Außerdem konnten die Außenwände sowie die Toiletten in einer nachhaltigeren Qualität fertig gestellt werden.

Große Unterstützung für den Bau

Die Kinder freuen sich sehr über ihre neuen Wohnräume. Quelle: privat

„Dabei hatten wir große Unterstützung vom Vorstand des Evangelisch- Lutherischen Kirchenbezirkes Leisnig-Oschatz. Die für das Projekt notwendige Summe musste zunächst ausgelegt werden, da die Mittelfreigabe erst während des Baus erfolgen konnte. Hier wurde im ugandischen Stil sehr flexibel und bedürfnisorientiert gearbeitet. Vielen Dank dafür“, sagt Rico Bernecker.

Viele Menschen in der Heimat haben dieses Vorhaben in großem Maße unterstützt. Die Organisatoren erhielten während der Zeit in Uganda eine Vielzahl an Spenden aus den Liebschützberger Ortsteilen sowie aus der Oschatzer Region. Durch die Extraspenden konnten nicht nur genügend Fußbälle für das große Turnier zur Einweihung beschafft werden. Auch die Malerarbeiten in der letzten Bauphase des Projektes wurden so finanziert. Das hat vor allem den Kindern sehr viel Spaß gemacht, da die Jungen und Mädchen das Wohnheim innen und außen selber angestrichen haben. „Um die Freude darüber zu teilen, sagen wir „Kali Sebbo, Kali Nabo!“, was in der lokalen Ortssprache Luganda so viel bedeutet wie „Vielen lieben Dank Mister und Misses!“. Mit Ihrer Unterstützung und den Mitteln aus dem Jugenddankopfer konnten wir insgesamt circa 24 000 Euro für den Wohnheimbau umsetzen und sind nun froh und dankbar über das „5 Sterne Wohnheim“ – wie es die ugandischen Kinder bezeichnen.“

Wohnheim für die Mädchen

Der einzige Wermutstropfen ist die Entscheidung der Schulleitung, dass dieses Wohnheim nicht den Jungen vorbehalten ist, sondern dass die Mädchen die neue Unterkunft beziehen werden. Dies bedeutet aber nicht, dass die Mädchen mehr beachtet werden als die Jungen oder umgedreht. Ein Grund für diese Entscheidung liegt in der Bauweise der sanitären Anlagen. So wurden bei dem anderen Wohnheim, welches bereits letztes Jahr entstand, Sitztoiletten verbaut. Im nun fertiggestellten Wohnheim sind Hocktoiletten eingesetzt. Letzteres ist für die Gesundheit der Mädchen am besten geeignet, da sich durch Hocktoiletten weniger Krankheitserreger bilden und verbreiten. Dennoch gab es auch für die Jungen viel zu feiern. Zum einen sorgte das große Fußballturnier zur Einweihung des Wohnheimes für viele sportliche und glückliche Momente. Zum anderen können nun auch die Jungen von einem Klassenzimmer, in dem vierzig Personen schlafen mussten, in ein Wohnheim ziehen, welches genügend Platz zum Schlafen, Leben und Lernen bietet.

Zur Einweihung des Wohnheimes fand ein großes Fußballturnier statt. Quelle: privat

„Alles in allem blicken wir auf eine ereignisreiche, segensreiche und tolle Zeit in Uganda zurück, die wieder einmal viel zu schnell verging. In den kommenden Jahren sind wieder Besuche an der Early Learning School in Entebbe/Uganda geplant, um eine nachhaltige Entwicklung mit voran zu bringen. „Dabei begleitet uns Psalm 27, Vers 14: ’Vertrau auf den Herrn sei stark und fasse Mut, vertrau auf den Herrn!’“, so Rico Bernecker und Nadin Gabner.

Von Rico Bernecker und Nadin Gabner

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