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Oschatz Buch zur Wende in Oschatz wird neu aufgelegt
Region Oschatz Buch zur Wende in Oschatz wird neu aufgelegt
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18:00 23.05.2019
Dr. Martin Kupke auf der Leipziger Buchmesse. Quelle: .
Oschatz

„Gegen das Vergessen, gegen das Verfälschen und gegen das Verharmlosen der DDR-Geschichte.“ Mit diesen Worten beschreibt Dr. Martin Kupke, warum er allein drei Bücher über die friedliche Revolution 1989 in Oschatz und Umgebung sowie über die SED und Stasi im Kirchenbezirk Oschatz geschrieben hat.

Erste Auflage 1000 Stück

Als Superintendent war der heute 82-Jährige damals einer der Motoren des System-Sturzes. Seine Erinnerungen an diese aufregende Zeit beschrieb der Träger des Bundesverdienstkreuzes in einem im Jahr 2000 veröffentlichten Buch mit dem Titel „Die Wende in Oschatz – was in einer sächsischen Kleinstadt geschah“. Die seit Jahren vergriffene Dokumentation (Erstauflage 1000 Stück) beruht auf Protokollen, Tonbandaufzeichnungen und Videos – beginnend mit einem Friedensgebet am 23. Oktober 1989 in der Oschatzer Klosterkirche bis zum Bürgerforum am 25. April 1990 im Kino.

Buch schlug Wellen

Das 80-seitige Buch schlug damals Wellen. Ein Grund: Es wurden zum Teil heftige Wortwechsel zwischen Menschen wiedergegeben, die vor 30 Jahren im Blickpunkt des Interesses standen, sich nach der Wende aber ins Private zurück gezogen hatten.

Lesung von Dr. Martin Kupke am 11. Juni

Am 11. Juni werden die Erinnerungen an diese aufregende Zeit noch einmal aufleben. „Die Stadt Oschatz hat das seit langer Zeit vergriffene Buch im Jubiläumsjahr der Wende neu drucken lassen“, informiert der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Am Dienstag nach Pfingsten, dem 11. Juni, wird Dr. Martin Kupke noch einmal in der Oschatzer Klosterkirche aus seinem Buch lesen, von dem nun noch einmal 200 Stück gedruckt worden sind. Der Ort für die Buchlesung ist bewusst gewählt. Denn hier wurde mit dem Friedensgebet im Oktober 1989 der entscheidende Impuls für die Wende in Oschatz gegeben.

Stasi-Ausstellung im Museum

Eine wichtige Rolle hat bei der friedlichen Revolution auch die Staatssicherheit (Stasi) gespielt – der DDR-Geheimdienst. Knapp einen Monat nach der Buchlesung zur Wende in Oschatz rückt „Horch und Guck“ – so wurde die Stasi zu DDR-Zeiten genannt – in den Blickpunkt. Im Oschatzer Stadt- und Waagenmuseum wird ab 6. Juli die Sonderschau „Geheime Einblicke – die Stasi in Oschatz“ gezeigt. Die Museumsleiterin Dana Bach hat sich seit Monaten durch die Akten im Stasi-Unterlagen-Archiv in Leipzig gewühlt – und dabei spannende Erkenntnisse über die perfiden Methoden des Geheimdienstes heraus gefunden. Mit welchen technischen Hilfsmitteln die Stasi damals die Oschatzer ausspioniert hat, wird in der Sonderschau ebenfalls zu sehen sein. Das Stasi-Museum „Runde Ecke“ in Leipzig stellt dazu verschiedene Leihgaben zur Verfügung.

Von FRANK HÖRÜGEL

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