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Oschatz Calbitzer Holzlandstraße wird grundhaft ausgebaut
Region Oschatz Calbitzer Holzlandstraße wird grundhaft ausgebaut
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12:03 01.12.2017
Die Holzlandstraße in Calbitz wird im Frühjahr zur Baustelle. Quelle: dpa
Calbitz

Die Holzlandstraße in Calbitz wird im kommenden Jahr zur Baustelle. Die Gemeinde Wermsdorf plant für die Strecke vom Abzweig B 6 bis zur Einmündung in den Feldweg am Ortsrand einen grundhaften Ausbau. Und an diesem werden die Anwohner beteiligt, das schreibt die Straßenbaubeitragssatzung der Kommune vor. Die Gemeinderäte fassten deshalb auf ihrer Sitzung am Donnerstag einstimmig einen Beschluss über die Kostenspaltung für die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen. Die Anwohner der Holzlandstraße sind darüber bereits in einer eigenen Sitzung informiert worden.

Bau über 200 Meter

Die Kostenspaltung ist dabei ein formaler Akt und war notwendig geworden, weil eine Straße laut Satzung nur insgesamt – für Fahrbahn, Gehweg, Radweg, Beleuchtung und Entwässerung – abgerechnet werden kann. Bei der Anliegerstraße wird jedoch nur die Fahrbahn erneuert. Beiträge werden fällig, wenn es zu einem grundhaften Ausbau kommt, und genau ein solcher ist auf den 200 Metern vorgesehen. Der alte Belag wird dazu komplett entfernt bevor es an den Ausbau mit Frostschutzschicht, Tragschicht und Asphaltdeckschicht geht. Die Fahrbahnbreite bewegt sich zwischen 3,25 und 4,25 Metern, hinzu kommen noch Pflasterrinne und Randbefestigungen, erklärte Bauamtsleiter Thomas Keller.

Pfützen sind ständiges Ärgernis

„Wir bemühen uns seit Jahren um Fördermittel für die Holzlandstraße“, sagte Bürgermeister Matthias Müller (CDU) mit Verweis auf den schlechten Zustand. Derzeit sei die Strecke kaum mehr als ein besserer Feldweg. Im Laufe der Zeit weggebrochene Randbereiche, verschiedene Flickstellen und abgesenkte Oberflächen nachdem Leitungen verlegt wurden sind die Ursache dafür, dass Regenwasser nur schlecht abfließt und sich schnell Pfützen bilden – ein dauerndes Ärgernis für Anwohner und Passanten, die auf der Straße unterwegs sind.

19 Anlieger betroffen

Einschließlich der Projektierung fallen Baukosten von voraussichtlich rund 143 000 Euro an. 70 Prozent der Kosten werden aus Fördermitteln des Landesprogrammes für kommunalen Straßenbau gedeckt, das sind 100 100 Euro. Die restlichen 42 900 Euro müssen Gemeinde und Anwohner finanzieren, wobei die Kommune mit mehr als 38 000 Euro 90 Prozent der Kosten übernimmt und die restlichen zehn Prozent, konkret 4290 Euro, auf die insgesamt 19 Anlieger entfallen.

Beispiele für einmalige Kosten

„Auf welcher Basis werden die Beiträge berechnet?“ wollte Gemeinderat Dr. Ulrich Hofmann (CDU) wissen. Das richte sich nach der Größe der Grundstücke und nach der bereits bebauten beziehungsweise bebaubaren Fläche, erklärte Matthias Müller. Zur Orientierung: Für ein 500 Quadratmeter großes Grundstück, das bebaut ist oder bebaut werden könnte, werden demnach einmalig 205,37 Euro fällig, wer ein 1000 Quadratmeter großes Grundstück mit dem gleichen Nutzungsfaktor hat, zahlt entsprechend 410,75 Euro.

Baubeginn im März geplant

Die Ausschreibung für den Ausbau der Calbitzer Holzlandstraße läuft bereits, Baubeginn soll dann im Frühjahr sein. Geplant ist ein Baustart, wenn die Witterung es zulässt, Mitte März, und die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Juni 2018, so der Bürgermeister.

Von Jana Brechlin

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