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Oschatz Cavertitz bekommt Geld von Stromversorger
Region Oschatz Cavertitz bekommt Geld von Stromversorger
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20:00 02.09.2019
Der Stromversorger nutzt die Straßen und Wege in Cavertitz für seine Leitungen und zahlt dafür jährlich über 50 000 Euro an die Kommune. Quelle: Foto: dpa-tmn
Cavertitz

Die Gemeinde Cavertitz und der Stromversorger Envia M setzen ihre Zusammenarbeit fort. Beide Seiten unterzeichneten jetzt einen neuen Konzessionsvertrag, der 2022 in Kraft tritt und für die nächsten 20 Jahre gilt. Der Gemeinderat hatte bereits im Februar Bürgermeisterin Christiane Gürth (parteilos) per Beschluss legitimiert, den Vertrag abzuschließen.

Einnahmen für Haushalt

Die Vereinbarung regelt, dass der Energiedienstleister die öffentlichen Wege und Straßen der Kommune nutzen darf, um dort seine Leitungen zu verlegen und zu betreiben. Als Gegenleistung erhält die Gemeinde jedes Jahr eine sogenannte Konzessionsabgabe. Im Fall von Cavertitz sind das jeweils rund 54 000 Euro und eine willkommene Geldquelle für die Landgemeinde. „Das wird bei uns als Einnahme im Haushalt verbucht“, sagte Bürgermeisterin Christiane Gürth. Es gebe keine Festlegung, dass dieses Geld für etwas Bestimmtes ausgegeben wird. Grundsätzlich beschließe der Gemeinderat Einnahmen und Ausgaben im Rahmen des Haushalts.

Einziger Interessent

Weil der bisherige Konzessionsvertrag Ende 2021 ausläuft, hatte die Kommune ein Interessenbekundungsverfahren durchgeführt. Dabei hatte sich die Envia als bisheriges Konzessionsunternehmen erneut beworben – und blieb auch der einzige Interessent. Der Vertrag war zuvor zwischen dem Sächsischen Städte- und Gemeindetag und dem Versorger ausgehandelt worden. Anschließend prüfte das Innenministerium die Vereinbarung und gab grünes Licht.

Folgekosten neu geregelt

Die Konzessionsabgabe wird abhängig von der Menge des verbrauchten Stromes berechnet. Diese Menge nehme über die Jahre ab, hatte Jürgen Riedel vom Konzessionsmanagement der Envia bereits in Cavertitz erklärt und das mit dem demografischen Wandel und Strom sparendem Verhalten der Kunden begründet. Für die Gemeinde lohne sich der Abschluss dennoch, weil das Unternehmen ab sofort eine Folgekostenregelung anbietet. Anstatt sich bisher die Kosten bei Bauarbeiten zu teilen, werden diese nun vom Stromversorger allein getragen. „Mit Envia M verbindet uns eine gute Zusammenarbeit. Der Energiedienstleister ist regional verwurzelt und für die Gemeinde ein zuverlässiger Ansprechpartner“, sagte Bürgermeisterin Christiane Gürth während der Unterzeichnung.

Investition in Sörnewitz geplant

In Cavertitz hat das Versorgungsunternehmen bereits bis zum Frühjahr rund 1500 Meter neue Niederspannungskabel verlegt und rund 1000 Meter Niederspannungsfreileitung demontiert. Insgesamt wurden hier 134 000 Euro investiert.

Nächstes Jahr soll in Sörnewitz die Gebäudestation von 1985 ersetzt werden. Gründe sind nach Angaben des Unternehmens bauliche Mängel und ein ungünstiger Zugang zur Trafostation. Geplant ist, diese durch eine Kompaktstation an einem anderen Standort zu ersetzen. Die Kosten dafür und für die nötige Kabelverlegung werden mit rund 90 000 Euro angegeben.

Von Jana Brechlin

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