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Oschatz Collmer Albertturm im Denkmalpflege-Jahrbuch
Region Oschatz Collmer Albertturm im Denkmalpflege-Jahrbuch
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10:00 30.08.2019
Die Zeichnung zeigt den Albertturm auf dem Collm um 1860. Quelle: Verlag Gustav Täubert/Quelle Landesamt für Denkmalpflege
Collm

Wer weiß schon noch, dass der Albertturm auf dem Collm ursprünglich deutlich höher werden sollte? Bevor es zu dem Bauwerk in heutiger Gestalt kam, machten Entwürfe mit weiteren Türmchen, gotischen Fenstern und bis zu 40 Meter Höhe die Runde. Die Bemühungen dazu und die Baugeschichte selbst sind im aktuellen JahrbuchDenkmalpflege Sachsen“ aufgeführt. In dieser Veröffentlichung des Landesamtes für Denkmalpflege werden regelmäßig herausragende Denkmale und die Restaurierung teils weniger bekannter Kleinode vorgestellt. In die jüngste Auflage hat es auch das Wahrzeichen auf dem Collm geschafft.

Außerdem finden sich im Jahrbuch Beiträge zum Jagdhaus Kössern, zum Flügelaltar der Chemnitzer Jakobikirche oder zu einem Konsolentisch für das Fasanenschlösschen in Moritzburg. Auch Veranstaltungen oder Ausstellungen werden vorgestellt.

Thomas Brockow vom Landesamt lässt in seinem Beitrag zum Collmer Albertturm die wiederholten Initiativen, auf dem Berg einen Turm zu errichten, Revue passieren und geht auch auf die jüngsten Bemühungen zur Sanierung ein: So wollte schon 1629 Kurfürst Johann Georg I. ein solches Bauwerk schaffen – zweigeschossig, aus Stein, mit Platz für Stallungen und Küche und vergoldeten Elementen. Vermutet werde, dass der Dreißigjährige Krieg die Ausführung verhindert hat.

Entwurf für einen Turm auf dem Collm von 1823. Quelle: Quelle: Landesamt für Denkmalpflege

Später sei mit Zeitungsbeiträgen um Spenden für einen Bau auf dem Collm geworben worden. Etwa 1822, in einer Beilage der Dresdener Abend-Zeitung. Eine ähnliche Initiative gab es wiederum im Jahr 1823, wobei von einem „National-Denkmal“ für „unseren allgemein verehrten König“ die Rede war. Erhaltene Pläne dazu sind im Jahrbuch ebenfalls abgebildet und zeigen ein mit gotischen Elementen geprägtes Gebäude – 40 Meter hoch auf einem quadratischen Grundriss, mit Zinnen und mit vier kleinen Ecktürmen. Wenige Wochen später war der Plan schon wieder vom Tisch – bis fast 30 Jahre später die Bemühungen um den Albertturm in seiner heutigen Gestalt begannen.

Ausflugsziel und Marke für Landvermessung

Autor Thomas Brockow zitiert dazu aus einem neuerlichen Spendenaufruf. Einen Entwurf dazu lieferte der Dresdener Architekt Georg Hermann Nicolai, dessen Vorschlag einen runden Grundriss, spitze Bögen sowie ein Zeltdach als Spitze vorsah. Im August 1853 wurde der Grundstein gelegt, im April des folgenden Jahres war der Albertturm fertig – wenn auch deutlich einfacher: Ohne spitze Fensterbögen oder gotischen Zierrat, aber immer noch mit Zinnen auf der Turmkrone. So sieht das Gebäude auf dem Collm auch heute noch aus. Zwischendurch erlebten Berg und Turm eine touristische Hoch-Zeit, als teils hunderte Ausflügler oder Gäste zum Tanz hierher kamen. 1865 wurde an dieser Stelle eine Station der mitteleuropäischen Landvermessung markiert, woran heute noch ein Pfeiler auf der Plattform erinnert.

Sanierung soll weiter gehen

Zu DDR-Zeiten nutzte der Forst den Turm als Feuerwache: In luftiger Höhe hatte man einen Rundumblick über den Wermsdorfer Wald und konnte eventuelle Rauchwolken schnell lokalisieren. Seitdem die Gemeinde Wermsdorf das Gebäude 2010 vom Freistaat gekauft hat,laufen die Bemühungen für eine Sanierung. In die Erneuerung der Plattform und den Treppenaufgang wurden bisher über 400 000 Euro investiert – mit Mitteln von Bund und Land sowie Eigenmitteln des Heimatvereins Collm. Dort werden immer noch Spenden gesammelt, um die weitere Sanierung zu ermöglichen. Eine Idee ist, nach notwendiger Innensanierung einen Raum für Hochzeiten einzurichten.

Von Jana Brechlin

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