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Oschatz Der neue Oschatzer Stadtrat: Gerupft, geritten, gut betreut
Region Oschatz Der neue Oschatzer Stadtrat: Gerupft, geritten, gut betreut
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17:26 31.05.2019
Das Oschatzer Wahlergebnis sorgte für Überraschungen. Quelle: Andre Kempner
Oschatz

Erst kommt das Fressen, dann die Moral – Bertold Brechts Erkenntnis ist Sinnbild für die Oschatzer Stadtratswahl. Wie sonst ist es zu erklären, dass Straußenzüchter Uwe Joite, der Wählern Grillgut aus eigener Produktion auftischte, acht Mal so viel Stimmen bekam, wie Rico Weiße, der zum Müllsammeln aufrief?

CDU lässt Federn

Immerhin haben es die Grünen geschafft, dass an ihren Bestand im Stadtrat nicht die Axt angelegt wurde. Sie behalten ihre Anzahl an Sitzen. Federn lassen musste dagegen die CDU. Vier Sitze haben sie eingebüßt. Nun fürchten manche, mit der Ordnung im Stadtrat sei es vorbei. Da haben die Freien Wähler vorgesorgt. Mit Oliver Walther ist ein Polizeibeamter neu im Gremium, der eingreift, wenn sich jemand etwas zu Schulden kommen lässt oder ließ – manches verjährt nicht gleich. Ob der Stimmenfänger der Freien Wähler, Dachdecker Henry Korn, mehr Mitstreiter unter sein Dach holt oder mit den übrigen vier Stadträten der Freien Wähler eine eigene Fraktion bildet, bleibt abzuwarten.

Zschäbitz sucht Mannschaft

Zwei Sitze eingebüßt haben sowohl Die Linke als auch die FDP. Während erstere daraus Lehren ziehen und künftig Investitionswünsche mit Finanzierungsvorschlägen untermauern wollen, hat der letzte Liberale Falk Zschäbitz schon zugesagt, sich Partner für eine Fraktion zu suchen. Das wundert nicht, ist der Merkwitzer doch ehrenamtlich im Fußball und beruflich im Linienbusverkehr unterwegs. Der Mann ist es schlicht gewohnt, viele Leute um sich und hinter sich zu haben.

SPD schickt Experten

Auf Partnersuche muss die AfD nicht gehen. Vier der sechs Kandidaten haben ihr Mandat dem Rekord-Stimmenanteil des eingangs erwähnten Straußenzüchters zu verdanken. Sie reiten sozusagen auf dessen Rücken in den Ratssaal. Sollten sie oder andere sich in der kommenden Legislatur daneben benehmen oder die Nerven verlieren, ist die SPD mit zwei Experten zur Stelle. Sozialpädagogin Anja Kohlbach und Psychiater Dr. Peter Grampp sorgen für die nötige Betreuung.

Von Christian Kunze

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