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Oschatz Die Rutenhalter aus Ablaß organisieren zum 10. Mal ihr Fischerfest
Region Oschatz Die Rutenhalter aus Ablaß organisieren zum 10. Mal ihr Fischerfest
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22:00 23.09.2018
Der elfjährige Elias (re.) gehört zu den Mitgliedern des Vereins. Er ist begeisterter Angler, zeigt und erzählt anderen gern von seinem Hobby. Quelle: Bärbel Schumann
Ablaß

Aus zwei zu Räucheröfen umgebauten Badeöfen steigt Rauch. Es riecht verführerisch, weckt Vorfreude auf die von Vereinschef Gerd Wolff avisierte Räucherforelle. Während einige der Fischerfestgäste darauf warten, dass die Fische fertig sind, strömt auch der Duft von Fischsuppe aus dem 60-Liter-Topf am Stand neben. Viele Ablaßer sind an diesem späten Vormittag zum Dorfteich gekommen, wo die Mitglieder des Angelvereins „Die Rutenhalter“ zum 10. Mal zu einem Fischerfest einladen. Mancher der Besucher hat im Einkaufskorb einen Topf mitgebracht, um Suppe mit nach Hause nehmen zu können. „Die Suppe schmeckt hier immer besonders gut“, meint einer der in der Warteschlange stehenden Männer. Lob, das vor allem Axel Lohse gebührt, denn der ist der Suppenkoch bei den Rutenhaltern. Gerd Wolff kann unterdessen auch die Forellen aus dem Räucherofen nehmen. Schwarz golden schimmernd und warm gehen die ersten am Verkaufsstand weg wie warme Semmeln. Nur wenige Schritte entfernt steht das Festzelt. An den darin aufgestellten Sitzgarnituren haben es sich Besucher und Einige Einwohner bequem gemacht. Sie nutzen das Fest, um sich mal wieder im Dorf zu treffen und über das Neueste auszutauschen.

Vereinsnachwuchs wirft am Teich seine Angeln aus

Kinder und Jugendliche zieht es stattdessen an den Teich. Der Vereinsnachwuchs hat sich hier schon positioniert und Angeln ausgeworfen. Das interessiert auch andere Mädchen und Jungen, die sich beim angebotenen Schnupperangeln ausprobieren können. Gern gibt hier der elfjährige Elias Schaale Auskunft oder zeigt gleich mit seiner eigenen Angelausrüstung, wie zum Beispiel an einer Rute ein Köter für die Fische befestigt wird und woraus er besteht. Seit zwei Jahren gehört der Mügelner dem Ablaßer Verein an. Durch seinen Papa Tino kam er dazu und hat sich dafür vor allem wegen der Ruhe beim Angeln begeistert. „Den größten Fisch den ich bisher gefangen habe, das war ein 92 Zentimeter langer Hecht. Das war am Querbitzscher Kaolinsee“, erzählt der Schüler stolz. Nils, Paul und einige andere macht das, sehr zur Freude der Erwachsenen aus dem Verein, neugierig. Schnell wird über die richtige Ausrüstung gefachsimpelt oder wie am besten der Köter für die Angel zubereitet wird, denn die meisten schwören auf eigene Kreationen. Andere interessiert das weniger, sie „schippern“ lieber eine Runde im Ruderboot über den Teich. Auch das gehört zur Tradition beim Fischerfest in Ablaß, genauso wie Suppe und Räucherfisch.

Von Bärbel Schumann

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