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Oschatz Diskussion um Schulweg in Wermsdorf
Region Oschatz Diskussion um Schulweg in Wermsdorf
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17:00 14.02.2019
Kreuzung vor an der Grundschule in Wermsdorf. Quelle: Jana Brechlin
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Wermsdorf

Für mehr Sicherheit auf dem Schulweg in Wermsdorf fehlt noch eine zündende Idee. Heikel ist es vor allem, wenn Kinder aus der Calbitzer Straße kommend die Luppaer Straße überqueren müssen. Wiederholt war im Gemeinderat auf das erhöhte Verkehrsaufkommen an dieser Stelle aufmerksam gemacht worden: Hier trifft die Staatsstraße S 24 auf die Ortsdurchfahrt, das heißt, der Verkehr zwischen Torgau und Autobahn A 14 rollt hier durch, darunter auch zahlreiche Lkw, die täglich auf der Strecke unterwegs sind.

Frische Farbe für Piktogramme

„Hier ist wirklich viel Verkehr“, weiß Gemeinderätin Helga Sembdner. Bürgermeister Matthias Müller (CDU) erklärte jetzt, es habe ein Treffen mit Vertretern von Polizei, Landratsamt und Landesamt für Straßenbau und Verkehr am Hirschplatz gegeben. „Die Experten sehen hier aber nicht viele Möglichkeiten“, sagte Müller danach. Immerhin sollen die Piktogramme, die auf Kinder hinweisen, für bessere Sichtbarkeit noch einmal erneuert werden. „Wir brauchen eine Lösung für kurze Wege. Wenn wir die Fußgänger erst um den Hirschplatz herum und dann zur Ampel leiten, wird das nicht angenommen“, so der Bürgermeister.

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Zebrastreifen zu dicht an Kreuzung

„Warum kann man vorn an der Calbitzer Straße nicht einfach einen Fußgängerüberweg einrichten?“ wollte Gemeinderat Jenö Kunfalvi wissen. Dieser sei zu nah an der Kreuzung, was zu einem Rückstau führen könnte. Bei Wartezeiten an der Kreuzung drohe wiederum die Gefahr, dass die Fahrzeuge auch auf dem Zebrastreifen zum Stehen kommen. „Wir sind uns einig, dass die Situation mit der Staatsstraße und zwei kommunalen Straßen nicht glücklich ist“, sagte Matthias Müller. Immerhin sei noch einmal festgestellt worden, dass der Einmündungsbereich kein Unfallschwerpunkt ist. „Das ist auch den Lehrerinnen und Erzieherinnen zu verdanken, die die Begleitung der Kinder zum Bus auf dem Hirschplatz übernehmen.“

Fußweg wird zurückgebaut

Veränderung in diesem Bereich wird es an anderer Stelle geben: Wie Bürgermeister Matthias Müller ankündigte, soll der Gehweg, der linksseitig ab der Kreuzung entlang der Luppaer Straße Richtung Ortsausgang verläuft, zurückgebaut werden. Grund dafür ist die neu geschaffene Einfahrt vor dem Grundstück des Bauhofes. „Der Rückbau ist eine Auflage des Straßenverkehrsamtes, weil es von der Ausfahrt nicht einsehbar ist, wenn ein Fußgänger kommt“, erklärte Bauamtsleiter Thomas Keller. Der Weg auf diesem Abschnitt sei ohnehin zu schmal für geltende Anforderung und ende noch dazu auf Höhe des Bauhofes. „Der Fußweg hat an dieser Stelle keine Funktion“, so Keller. Sicherer sei es für Passanten, den ausreichend breiten Gehweg gegenüber zu nutzen, so Matthias Müller.

Schulgelände als Campus

Die jetzt neu gebaute Einfahrt führt zu dem Grundstück, das sich hinter dem Schulgelände befindet und bisher über die Zufahrt zwischen bestehender und künftiger Schule erreichbar war. Weil das gesamte Gelände mit Fertigstellung des Neubaus autofrei sein soll, habe man die Zufahrt verlegen müssen, sagte der Bürgermeister. „Das Schulgelände soll einen Campuseffekt bekommen, ein Befahren mit Autos wird dann nicht mehr möglich sein. Dafür können sich die Kinder ohne Einschränkung bewegen.“

Von Jana Brechlin