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Oschatz Döllnitzsee wird mit Baggern beräumt
Region Oschatz Döllnitzsee wird mit Baggern beräumt
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06:00 12.09.2019
Der Döllnitzsee in morgendlicher Idylle – nach dem Horstseefischen soll der Bereich am Polder Reckwitz ausgebaggert werden. Quelle: Jana Brechlin
Wermsdorf

Nach dem Fischerfest sollen am Döllnitzsee in Wermsdorf die Bagger anrollen. Die Landestalsperrenverwaltung (LTV) plant eine umfangreiche Sedimentberäumung. Die Arbeiten, die rund eine Million Euro kosten, sollen mehrere Monate dauern, was vor allem die Anwohner in Reckwitz merken dürften.

Hochwasserschäden beseitigen

Dabei betreffen die geplanten Arbeiten nicht den gesamten Döllnitzsee. Wie LTV-Sprecherin Katrin Schöne mitteilt, soll das Sediment aus der Talsperre im Bereich des Polder Reckwitz geräumt werden. Das erfolge unter Beachtung und Schutz der anstehenden Flora und Fauna, versichert sie.

Notwendig sei die Maßnahme, weil vor allem während des Hochwassers 2013 sehr große Mengen an Sedimenten in den Döllnitzsee geschwemmt wurden, die nun im Zuge der Hochwasserschadensbeseitigung wieder entfernt werden sollen. Zuletzt wurden 2009 und 2015 solche Arbeiten in einigen Bereichen durchgeführt.

Deutliche Spuren der Trockenheit

In Vorbereitung dazu wird der Döllnitzsee dieses Jahr schon nicht mehr bewirtschaftet. Auch die Trockenheit hat Spuren hinterlassen, denn die gewohnte Wasserfläche ist deutlich geschrumpft: Vom Uferrand ragt der Bewuchs weit in die Fläche hinein und vom Durchlass zum Horstsee kommt nur noch ein schmales Rinnsal. Eine Entschädigung für die Wermsdorfer Teichwirtschaft, die das Gewässer normalerweise bewirtschaftet, ist in solchen Fällen üblich. Dazu macht die Landestalsperrenverwaltung allerdings keine Angaben und verweist auf vertragsrechtliche Gründe.

Mehr Verkehr durch Abtransport

Die Gefahr, dass die Bagger womöglich einsinken, bestehe nicht. Auch müsse der Untergrund dafür nicht extra präpariert werden. „Aufgrund der gewählten Beräumungstechnologie sind lediglich in Randbereichen gegebenenfalls kleinflächige Aufschotterungen notwendig“, kündigt Katrin Schöne an. Vor Ort sollen dann Langarmbagger mit einem entsprechend großen Arbeitsradius eingesetzt werden.

Wermsdorfs Bürgermeister Matthias Müller (CDU) hatte zur jüngsten Ratssitzung bereits angekündigt, dass der Döllnitzsee vom 21. Oktober diesen Jahres bis 14. Februar 2020 beräumt werde. Die Landestalsperrenverwaltung bestätigt, dass mit den Arbeiten erst nach dem Horstseefischen begonnen wird. Bis Februar soll die Beräumung abgeschlossen sein und bis zum Mai nächstes Jahres ist der Abtransport der Sedimente vorgesehen. Dann könne es durch erhöhtes Verkehrsaufkommen auch zu leichten Einschränkungen für die Anwohner kommen, so Katrin Schöne von der LTV.

Von Jana Brechlin

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