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Oschatz Drei Kreuze machen
Region Oschatz Drei Kreuze machen
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10:18 25.05.2019
Eins, zwei drei, Kreuze machen, da sind wir dabei!
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Die Zahl der Briefwähler steigt. Wahrscheinlich hat der Souverän begriffen, dass es besser ist, drei Kreuze zu machen, bevor der Wahlkampf in die letzte, vielleicht entscheidende, aber nicht selten schmutzige Phase eintritt. Manchen Briefwählern wird die Entscheidung gar ganz abgenommen, wie jetzt in Meißen und Glashütte, wo Briefwähler bereits ausgefüllte Stimmzettel erhielten. Sowas kennt man sonst nur aus Diktaturen oder Pflegeheimen.

Lineal am Frühstückstisch

Die nächsten, die drei Kreuze machen, sind die Wähler am Wahltag, gefolgt von den Wahlvorständen, die dann drei Kreuze machen, wenn die Stimmen ausgezählt sind. Bis zum bitteren Ende harren allerdings die Journalisten aus. Sie machen erst dann drei Kreuze, wenn die Stimmen erkämpft, abgegeben, ausgezählt und die Ergebnisse veröffentlicht sind. Der Platz im gedruckten Blatt war vorher hart umkämpft, Vertreter aller politischen Lager zückten am Frühstückstisch statt des Brotmessers das Lineal, um auf den Millimeter auszumessen, wer wie viel (oder wie wenig) Raum für Wahlkampf bekommen hat. Und da ist der virtuelle Raum noch gar nicht berücksichtigt.

Es soll ja Lokalpolitiker geben, die sind nach der Wahl nicht für Statements zu haben – denn sie sind im Urlaub, ohne Telefon und Internet. Für die schreibende Zunft empfiehlt es sich, angesichts allgemeiner Aufregung diese Pause vor statt nach der Wahl einzulegen.

Undemokratisch: alle kommen zu Wort

In Zeiten des Nicht-Wahlkampfes wird gelegentlich über die Zeitung gescherzt – doch sobald der Wahlkampf beginnt, ändert sich das schlagartig. Dann steht die Presse unter Generalverdacht. Jedes Wort, jeder Satz, jede Zeile könne den Wähler in seiner Entscheidung beeinflussen, heißt es. Plötzlich wird denen, die sich nicht äußern, mehr Bedeutung beigemessen, als denen, die zitiert sind. Plötzlich wird gewettert, es sei undemokratisch, alle zu Wort kommen zu lassen (Keine Pointe). Dabei sollte sich jeder an die eigene Nase fassen. Das gelingt aber nur dem, der nicht sein Gesicht verloren hat.

Von Christian Kunze

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