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Oschatz Eine Königin und viele Spinner auf dem Dahlener Kirschberg
Region Oschatz Eine Königin und viele Spinner auf dem Dahlener Kirschberg
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05:52 09.09.2019
Am Stand von Renate Peche gibt es eine echte Königin zu sehen. Quelle: Axel Kaminski
Dahlen

Was Renate Peche dem Publikum beim Naturmarkt anbieten konnte, waren Einblicke, die man nicht jeden Tag geboten bekommt. Es sei denn, man ist Imkerin wie die Wurzenerin. Neben Honig und Produkten daraus hatte sie ein Bienenvolk hinter Glas mit auf den Dahlener Kirschberg gebracht.

Wer also in Dahlen einmal eine andere als die Heidekönigin sehen wollte, war an diesem Stand richtig. Renate Peche kam jedenfalls mit vielen Besuchern ins Gespräch und hatte -zig Fragen zu Bienen und Honig zu beantworten – nicht nur von jungen Besuchern.

Auch Eckard Jepp zeigte sich am frühen Nachmittag mit der Resonanz auf sein Angebot zufrieden. „Ich bin mit rund 100 Kürbissen hierher gekommen und habe etwa die Hälfte verkauft“, erzählte der Dahlener. Dabei seien die Zierkürbisse besser gegangen als die essbaren.

Schauen und Mitmachen war auf dem Dahlener Kirschberg zum Naturmarkt angesagt.

Am Stand von Frank Nowack aus Ateritz gab es zwar auch ein paar Wollprodukte zu kaufen, aber der Schwerpunkt lag beim Mitmachen. Unter Anleitung des „Spinners“ konnte man sich – unabhängig vom Alter – an Spinnrad oder Handspindel ausprobieren. Die Eltern von Josephine Winter zeigten jedenfalls viel Geduld. Sie hatten einen gemütlichen Sitzplatz gefunden und beobachteten schon über eine Stunde, wie sich ihre Tochter und deren Freundin Lilou mit dieser alten Technik beschäftigten. „Doch, die Kinder interessieren sich dafür und die meisten bleiben auch länger als zehn Minuten hier“, betonte Frank Nowack.

NGeduldig probiert Josephine am Stand von „Spinner“ Frank Nowack aus, wie aus Wolle ein Faden wird. Quelle: Axel Kaminski

Rund 20 Apfelsorten – nur zum Anschauen

Weniger Geduld beim Ausmalen aber großes Interesse am Bau von Insektenhotels konstatierte Ulrike Voigt am Stand des Landschaftspflegeverbandes Torgau-Oschatz, der Mitausrichter dieser Veranstaltung war. Die mitgebrachten Bausätze seien schnell vergriffen gewesen und auch die Holz-Schmetterlinge zum Anmalen hätten einiges Publikum angelockt. Sicher bedauerten es viele Besucher, dass man die rund 20 Apfelsorten, die der Verein in einer kleine Ausstellung zeigte, nicht verkosten konnte. Aber dann hätte es sicher zum Mittag schon nichts mehr zu sehen gegeben.

Besucher haben kräftig zugelangt

Deutlich länger als bis zum Mittag reichten die Vorräte an Römerbraten, Bratwurst und Steak, die das Grillteam des Heidegutes Dahlen auf den Rosten zubereitete. Aber tatsächlich langten die Besucher kräftig zu. Wer erst zur Kaffeezeit kam, war besser dran, wenn er Appetit auf Süßes hatte, weil das Deftige zur Neige ging. Offenbar macht so ein Rundgang an über 20 Ständen, an denen es viel zu sehen und zum Mitmachen gibt, hungrig.

Etwas abseits des Platzes hatte die mobile Obstmosterei ihren Platz bezogen. Zwei trockene Jahre hintereinander würden sich sowohl in der Erntemenge auch beim Verarbeiten bemerkbar machen. Die Kehrseite war, dass die meisten Anlieferer am Sonntag nicht lange auf ihren Saft warten mussten.

Von Axel Kaminski

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