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Oschatz Entspannung in der Oschatzer Bahnhofstraße
Region Oschatz Entspannung in der Oschatzer Bahnhofstraße
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15:02 20.08.2019
Toni Hildebrand (l.) und sein Papa Jörg machen es vor. Der Oschatzer stellt sein Auto kurz ab und begleitet seinen Sohn dann zur Fußgängerampel. Quelle: Christian Kunze
Oschatz

Die Rechnung der Stadtverwaltung ist aufgegangen. Mit dem Bau einiger Parkplätze hat sich das allmorgendliche Chaos in der Bahnhofstraße entspannt. Zwar halten noch immer einige Eltern wild auf dem Fußweg, um ihren Nachwuchs in die Schule zu bringen. Deren Zahl hat sich aber verringert. Statt dessen sind mehr Fußgänger unterwegs und Eltern nehmen einen Umweg von wenigen hundert Metern in Kauf, um Sohn oder Tochter sicher anzuliefern.

Fokus auf Rad und Fußgänger

Diese Entwicklung nehmen sowohl die Verkehrswacht als auch die Polizei wohlwollend zur Kenntnis. Auch die Leiterin der Grundschule zum Bücherwurm, Anke Wiesner, freut sich über den entspannteren Schulstart. Sie mag aber bei weitem nicht alle Eltern über einen Kamm scheren. „Wir haben und hatten schon immer fitte Mütter und Väter, die auch mal ein paar Meter Fußweg zurücklegen und werden sie auch künftig haben“. Ältere Grundschüler nutzen das Fahrrad, andere bilden Laufgemeinschaften mit anderen Kindern und Eltern. Beides Lösungen, die Wiesner begrüßt. „Perspektivisch soll auf dem Schulcampus ein gemeinsamer Fahrradabstellplatz von Grund- und Oberschule entstehen. Damit wird das Rad womöglich noch attraktiver“.

Toni und Jörg Hildebrand mit der Polizei Quelle: Christian Kunze

Gerade eingeschult am Bücherwurm ist Toni Hildebrand. In den ersten Schultagen bringt ihn sein Vater Jörg in die Schule – mit dem Auto. Dafür hält er wenige Meter entfernt an der alten Post und bringt Toni zur Fußgängerampel. Das ist keine Dauerlösung, bekräftigt seine Mutter Sandra. „Wenn er etwas sicherer ist, kann er bald den Bus nehmen sagt sie. Oder aber es finden sich ein paar Freunde und Klassenkameraden, mit denen er den Weg gemeinsam zu Fuß antritt“, sagt sie.

Möglichkeiten begrenzt

Das Postgebäude gegenüber der Grundschule rückte laut Henry Schomaker schon einmal stärker in den Fokus, als es um eine Entspannung der Situation und die Gestaltung des Schulcampus ging. Auf dem jetzt noch begrünten Areal Platz für weitere Parkplätze zu schaffen, wäre eine Option – allerdings ist sie wenig realistisch, erfuhr OAZ auf Nachfrage. Michael Voigt, Bauamtsleiter der Stadtverwaltung, weist darauf hin, dass der Eigentümer der Immobilie diese nicht verkaufen wolle. Ferner wäre der Platz für Parkflächen, Ein- und Ausfahrten sehr knapp bemessen. Und schließlich, so Voigt, müsse für die Maßnahme eine Grünfläche geopfert werden.

Von Christian Kunze

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