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Oschatz Erst stricken die Omas, dann tanzen die Enkel
Region Oschatz Erst stricken die Omas, dann tanzen die Enkel
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10:00 24.01.2020
Gisela Buttgereit überreicht die Spende der Schönaer Landfrauen für das Tanzprojekt der Grundschüler an Lehrerin Silke Stange. Quelle: Jana Brechlin
Schöna/Cavertitz

Mit 200 Euro unterstützen die Schönaer Landfrauen ein Tanzprojekt in der Grundschule Cavertitz. Am Mittwoch überreichten Frauen um Gisela Buttgereit, die die Runde vor 24 Jahren ins Leben gerufen hatte, die Spende. Mit dem Geld soll das Projekt, bei dem sich im Mai eine Woche lang alles ums Tanzen drehen wird, mit finanziert werden.

Einladung zur Abschlussvorführung

„Wir freuen uns sehr, dass die Landfrauen an uns gedacht haben“, bedankte sich Lehrerin Silke Stange. Einige der Frauen hätten Enkelkinder an der Grundschule und seien so stets in Verbindung mit der Einrichtung. „Außerdem sind sie natürlich eingeladen, wenn wir zum Abschluss der Woche zeigen, was jeder gelernt hat“, versicherte Silke Stange.

Unterstützung für Kinder- und Jugendarbeit

Derzeit treffen sich 19 Frauen immer jeden dritten Dienstag im Monat im Gemeinschaftsraum der Gemeindeverwaltung in Schöna. Dann werden Hand- und Bastelarbeiten gefertigt, die bei Veranstaltungen in der Region angeboten werden. Der Erlös fließt dann häufig in Projekte für Kinder und Jugendliche. Manchmal sind dort auch eigene Enkelkinder der Landfrauen aktiv. So konnten sich schon der Sportverein Cavertitz oder die Kinder- und Jugendboxgruppe in Oschatz über Spenden des Schönaer Vereins freuen. Zum Kreis gehören nicht nur Frauen aus der Gemeinde – auch in Bockwitz, Lausa oder Torgau gibt es Mitglieder. Auf deren Initiative hin wurde auch in Cavertitz das Strickcafé initiiert und ein Rentnertreff wird ebenfalls regelmäßig organisiert.

Einladung an Frauen

„Als wir uns 1996 gegründet haben, hatten viele Frauen ihre Arbeit verloren“, blickt Gisela Buttgereit auf eine Zeit zurück, in der viele Menschen auf Beschäftigungssuche waren. „Ich wollte nicht, dass sich die Frauen zuhause verkriechen und die Landfrauen waren eine Einladung, regelmäßig ins Gespräch zu kommen“, erklärt sie. Und diese Einladung gelte bis heute: Man freue sich stets über neue Gesichter, die mit eigenen Ideen den Kreis bereichern: „Neue Frauen sind immer willkommen in unserer Runde.“

Von Jana Brechlin

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