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Oschatz Erste Interessenten für Wohngebiet Schlossblick
Region Oschatz Erste Interessenten für Wohngebiet Schlossblick
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12:03 31.08.2019
Ruhig und mit Blick auf Schloss Hubertusburg: Hier soll das neue Wermsdorfer Wohngebiet „Schlossblick“ entstehen. Quelle: Jana Brechlin
Wermsdorf

Am östlichen Ortsrand von Wermsdorf soll das neue WohngebietSchlossblick“ entstehen. Daran scheiden sich die Geister: Während erste Interessenten für Baugrundstücke schon zur Ratssitzung unter den Besuchern waren, befürchten Bewohner im Ortskern, dass sie künftig darunter zu leiden haben. Der Gemeinderat indes hat am Donnerstag die ersten beiden Beschlüsse dazu gefasst: Jeweils einstimmig bestimmten die Räte, den Bebauungsplan für das Wohngebiet aufzustellen und vergaben den Auftrag dafür an das Büro „PLA.NET“ in Kemmlitz.

Kritik aus der Ortsmitte

Der Wermsdorfer Wolfgang Scholz hatte sich dazu vorab in der Bürgerfragestunde zu Wort gemeldet. Er kritisierte dies als ein Vorhaben mit wenig Weitblick. „Das ist die ungünstigste Ecke für ein Baugebiet.“ Als Anwohner am Anger in der Ortsmitte sei er wie seine Nachbarn auch öfter schon von Überschwemmungen bei Starkregen betroffen gewesen. „Durch das Wohngebiet kommt künftig noch mehr Wasser bei uns an“, befürchtet er. Warum, so seine Frage, weiche man für die Bebauung nicht an einen anderen Standort aus, von dem sich Regenwasser besser ableiten lasse.

Regenwasser ist Herausforderung

Ein Wohngebiet sei nicht überall möglich, entgegnete Bürgermeister Matthias Müller (CDU). Er kündigte an, man wolle die Regenrückhaltung am „Schlossblick“ nicht den privaten Bauherren überlassen, sondern aus einer Hand organisieren. „Damit wir sicher sein können, dass das Wasser dort bleibt, wo es anfällt“, sagte er. Man sei sich der Situation bewusst, weshalb man bereits seit 2013 alle Bauherren beauflagt habe, jeweils für eine Regenrückhaltung auf den Grundstücken zu sorgen und auch als Gemeinde viel investierte, um die Herausforderung zu meistern. Es sei die Aufgabe des Ingenieurbüros, dafür Lösungen zu finden. „Und wenn sich herausstellt, dass es keine Lösung gibt, werden wir davon Abstand nehmen müssen“, machte Müller deutlich.

Standort mit 13 Grundstücken

Insgesamt sollen beiderseits der Friedhofstraße 13 Grundstücke für Eigenheime entstehen. Mit dem Beschluss vom Donnerstag haben die Wermsdorfer Gemeinderäte die Aufstellung eines Bebauungsplanes über zwei Hektar in die Wege geleitet. Es sei nötig, ein Wohngebiet zu entwickeln, da es nahezu keine freien Bauplätze mehr gebe und Kapazitäten für Bauwillige wichtig sind für die weitere Entwicklung der Gemeinde. Drei Büros wurden aufgefordert, Angebote für die Projektierungsleistungen zum Erstellen eines Bebauungsplanes abzugeben, die Kemmlitzer von „PLA.NET“ setzten sich mit 14 500 Euro als wirtschaftlichster Bieter durch. Barbara Scheller (Grüne) schlug vor, den Hochwasserschutz explizit im Aufstellungsbeschluss zu verankern. „Das ist ein guter Hinweis, wir arbeiten das ein“, so der Bürgermeister.

Erste Bauwillige schon da

Wie groß das Interesse an einem Baugebiet ist, zeigte die Anwesenheit eines bauwilligen Paares zur Sitzung. Bis konkrete Angaben zu Preisen oder Erschließung gemacht werden können, dauert es aber voraussichtlich noch ein Jahr.

Von jana Brechlin

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