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Oschatz Erste Zugkreuzung in Thalheim
Region Oschatz Erste Zugkreuzung in Thalheim
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14:32 20.08.2018
Geht erst seit dem Einbau einer zweiten Weiche: Zwei Züge der Döllnitzbahn zur gleichen Zeit in Thalheim. Video: www.lvz.de/Region/Oschatz
Geht erst seit dem Einbau einer zweiten Weiche: Zwei Züge der Döllnitzbahn zur gleichen Zeit in Thalheim. Video: www.lvz.de/Region/Oschatz Quelle: Foto: AxelKaminski
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Thalheim

Rein symbolisch beschränkte sich die Aufwertung des Haltepunkts im Stadtteil Thalheim am Sonnabend auf den Abbau einer sogenannten Sperrscheibe. Das rechteckige rote Schild mit dem weißen Rand signalisierte als Schutzhalt, dass hier ein Gleis endete.

Mit dem Einbau einer zweiten Weiche hat das umgangssprachlich als Abstellgleis bezeichnete Gleis nun an zwei Stellen Anschluss an das Hauptgleis, ist also kein, wie es der Fachmann bezeichnet, Stumpfgleis mehr.

Der Döllnitzbahn bietet dieser Umbau die Möglichkeit, in Thalheim Züge aus Richtung Mügeln an jenen aus Richtung Oschatz vorbei zu führen. Diese Möglichkeit, dass Züge ausweichen können, ist Teil der in Deutschland gebräuchlichen Definition für einen Bahnhof. Zwischen Oschatz und Mügeln war das bisher in Oschatz-Süd und Naundorf möglich. „Der Nachteil des Naundorfer Bahnhofs ist, dass er nicht symmetrisch liegt“, erläutert Eisenbahnbetriebsleiter Lutz Haschke. Das bedeutet, dass Züge, die dort aneinander vorbeifahren sollen, zu verschiedenen Zeiten losfahren müssen. Starten sie zur gleichen Zeit in Oschatz und Mügeln, treffen sie sich in Thalheim – und können dort ohne lange Wartezeiten ihre Fahrt fortsetzen.

Bei der Premiere dauerte der Stop etwas länger. Erstens wegen der Sperrscheibe und zweitens wollten sich die von Lothar Linhart und Dietmar Pohl geführten Alpakas das Ereignis in Ruhe ansehen. Die vielen zweibeinigen Fahrgäste übrigens auch.

Von Axel Kaminski