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Oschatz Freie Wähler: Antje Hermenau unterstützt Denise Wendt in Mügeln mit Buchlesung
Region Oschatz Freie Wähler: Antje Hermenau unterstützt Denise Wendt in Mügeln mit Buchlesung
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18:00 14.08.2019
Antje Hermenau wirft in ihrem neuen Buch ein Blick auf die Sachsen. Am Freitag stellt sie es in Mügeln vor. Quelle: André Kempner
Mügeln

Denise Wendt erhält am Freitag prominente Unterstützung von Antje Hermenau, einst Fraktionsvorsitzende der sächsischen Grünen. Um 18.30 Uhr stellt diese in der Mügelner Gaststätte „Sachsenkrone“ ihr Buch „Ansichten aus der Mitte Europas. Wie Sachsen die Welt sehen“ vor. Wir sprachen vorab mit der 24-jährigen Wendt, die im Wahlkreis 36 als Direktkandidatin für die Freien Wähler antritt.

Denise Wendt (24) tritt im Wahlkreis 36 als Direktkandidatin für die Freien Wähler an. Quelle: Manuel Niemann

Denise Wendt, worum geht es im Buch?

Der Sachse sagt immer: „Lofen muss es!“ Es beschreibt ein bisschen die sächsische Seele: Warum wir so ticken und heimatverbunden sind. Es geht auch um Europa, die Einwanderung, aber mit sehr viel Charme und Witz.

Wie haben Sie Antje Hermenau, die jetzt als Autorin und Politikberaterin tätig ist, für die Lesung gewonnen?

Antje Hermenau ist parteilos, aber sie unterstützt die Freien Wähler und mein Engagement. Sie ist so etwas wie unsere Strategin und führt uns durch den Wahlkampf.

Wieso kandidieren Sie für die Freien Wähler?

Mir gefällt, dass es keine Parteivorgaben von oben gibt. Wir sind keine Berufspolitiker, sondern frei und unabhängig. Das vertreten wir bereits in den Ortsparlamenten und wollen es mit in den Landtag nehmen.

Wie sieht aktuell Ihr Wahlkampf aus?

Ich fahre in die Dörfer und versuche ins Gespräch zu kommen. Ich habe nicht das Wahlkampfbudget, wie es eine etablierte Partei hat. Ich setze mein eigenes Geld ein, opfere meinen Urlaub und habe meine 400 Plakate alle selbst aufgehangen.

Sie kommen selbst aus Lossatal bei Wurzen. Was verbindet Sie mit Nordsachsen?

Ich habe Verwandte in Sörnewitz und Torgau ist wie meine zweite Heimat. In Sachsendorf baue ich gerade einen Drei-Seiten-Hof um. Das ist zwar noch Leipziger Land, aber wirklich sehr nah.

Wofür setzen Sie sich ein?

Ich sehe mich als Sprachrohr der Jugend: Es gibt viel zu wenig junge Leute, die sich für Politik interessieren und engagieren – auch im Landtag. Die jetzige Politik hat vergessen, dass sie für die Bürger regiert, das heißt auch, mit ihnen.

Aber gerade die jungen Leute zieht es doch oft weg vom Lande?

Wir müssen den ländlichen Raum stärken. Jungen Leuten kann man helfen, sich anzusiedeln mit einer gängigen Fördermittelpraxis. Das Leader-Programm der EU ist da viel zu bürokratisch und mit hohen Auflagen behaftet. Ein Bürokratieabbau und eine Änderung des Vergaberechts könnten auch die mittelständischen Unternehmen unterstützen.

Wie lässt sich die Region daneben stärken?

Die Kommunen benötigen mehr Mitbestimmungsrechte. Der Mittelstand muss gestärkt werden. Und dadurch, dass ich für einen IT-Konzern arbeite, ist Digitalisierung mein Steckenpferd. Ich sehe da großen Handlungsbedarf. Digitalisierung ist ein Wettbewerbsvorteil.

Von Manuel Niemann

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