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Oschatz Frischer Schotter für schnelle Züge in Oschatz
Region Oschatz Frischer Schotter für schnelle Züge in Oschatz
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17:00 12.06.2019
Per Förderband gelangt der Schotter aus dem Gleisbett zu einem Sieb auf dem Arbeitszug. Video: www.lvz.de/Region/Oschatz Quelle: Fotos (3): Axel Kaminski
Oschatz

Schlaglöcher und Risse in der Decke gibt es bei der Eisenbahn nicht. Aber auch deren Fahrbahn muss regelmäßig gewartet werden, damit sie den Belastungen schwerer Züge, die mit hohem Tempo fahren, standhalten kann. Das geschieht derzeit am Bahnhof Oschatz, genau am Bahnsteiggleis, an dem sonst die Züge in Richtung Dresden abfahren.

Nach einigen Vorarbeiten kam in der Nacht zu Mittwoch die Bettungsreinigungsmaschine zum Einsatz. Sie nimmt den Schotter bis zu einer Tiefe von 30 Zentimetern unter der Schwellenunterkante auf. Auf einem Band wird er zu einem Sieb befördert, an dem das Material abgeschieden wird, das nicht mehr genutzt werden kann. Die noch brauchbaren Steine hingegen werden auf die vorderen Waggons des Arbeitszuges transportiert. Gleichzeitig wird aus dem hinteren Teil des Spezialzuges frischer Schotter an die gerade freigeräumten Schwellen herangeführt und eingeworfen. Diese Arbeiten dauerten am Mittwochmorgen noch an. Dort, wo ein solch kompakter und spezialisierter Arbeitszug vorfährt, gehören Schottergabel und Handstopfgeräte der Vergangenheit an.

Arbeitszug schon wieder weg

Bereits am Mittwoch machte sich dieser Arbeitszug von Oschatz aus wieder auf den Weg zum nächsten Einsatzort. Dennoch sind die Arbeiten noch nicht beendet. Die nächste Spezialmaschine stand am Mittwoch schon im Bereich der alten Ladestraße bereit. Mit ihr werden in der Nacht zu Donnerstag defekte Schwellen getauscht. Nach einem vorherigen Stopfgang schließen sich daran drei weitere Intervalle an, in denen der Schotter so verdichtet wird, dass das Gleis stabil an der richtigen Position liegt.

Gleis muss wieder in seine ursprüngliche Lage gebracht werden

Dass der rund 500 Meter lange Gleisabschnitt am Bahnsteig am Donnerstag noch nicht wieder für den Verkehr genutzt werden kann, hängt mit der Komplexität der Fahrbahn bei der Eisenbahn zusammen. Zunächst muss das Gleis wieder in seine ursprüngliche Lage gebracht werden. Vor Beginn der eigentlichen Arbeiten war es gerückt worden, damit der Ausleger der Bettungsreinigungsmaschine zwischen Schwellenkante und Bahnsteig eingesetzt werden kann. Damit die Schienen wieder eine glatte „Straße“ in der exakten Spurweite ergeben, müssen sie ausgerichtet und gegebenenfalls auch neu verschweißt werden. Anschließend muss die Steuerungs- und Sicherungstechnik wieder installiert werden. Erst nach Abschluss all dieser Arbeiten, kann die Oberleitung wieder in die richtige Position gebracht und zugeschaltet werden. Vorgesehen ist, dass das Bahnsteiggleis ab Sonnabend, 4 Uhr wieder genutzt werden kann und hier regulär alle Züge in Richtung Dresden abfahren.

Von Axel Kaminski

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