Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Für Malkwitzer Dach benötigen die Handwerker Kiefern- und Eichenbalken
Region Oschatz Für Malkwitzer Dach benötigen die Handwerker Kiefern- und Eichenbalken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 01.05.2019
Matthias Ritter-Müller vom gleichnamigen Leipziger Ingenieurbüro nimmt die Giebelsparren der Kirche in Augenschein. Sie müssen, zumindest teilweise, erneuert werden.
Malkwitz

Vor einem Monat begann die Sanierung des Kirchendaches. „Der Zustand ist so wie wir es vorher eingeschätzt hatten“, erklärt Planer Frank Schuster. Es habe keine derart großen Überraschungen am Bau gegeben, das erheblicher Mehraufwand nötig sei. Durch die Firma Voigtländer, die hier tätig ist, müssen zwei, drei Balkenköpfe mehr ausgetauscht werden, als ursprünglich geplant gewesen sei. Aber das falle angesichts der Gesamtumfangs der Arbeiten kaum ins Gewicht.

Insgesamt sind für die Sanierung des Dachstuhles und die Erneuerung der Dacheindeckung knapp 170 00 Euro veranschlagt. Aus dem Fördertopf der Leader-Region „Sächsischen Zweistromland-Ostelbien“ fließen 116 250 Euro in diese Arbeiten. Das regionale Entscheidungsgremium hatte den zum Thema „Erhalt und Entwicklung von ortsbildprägenden und identitätsstiftenden Gebäuden“ von der Kirchgemeinde eingereichten Antrag 2017 befürwortet. Für den Rest der Bausumme kommen die Landeskirche und die Kirchgemeinde mit Eigenmitteln auf.

Eine Kirche – zwei Dachstühle – zwei Holzarten

„Das Besondere am Dach in Malkwitz ist, dass es im Prinzip aus zwei separaten Dachstühlen besteht“, erläutert Frank Schuster. Ein Teil – etwa die Hälfte – sei aus Kiefernholz gefertigt, der andere aus Eiche. „Das ist ungewöhnlich. So etwas habe ich in unserer Region noch nie gesehen“, unterstreicht der Oschatzer Planer.

Für die Sanierung stelle dies allerdings kein Problem dar. Dort, wo Balken auszutauschen seien, geschehe das auch wieder mit der bisher dort verwendeten Holzart. Erstaunlich sei, dass sich zumindest augenscheinlich im Mauerwerk keine Zäsur finde, die zwei verschieden ausgeführte Dachstühle erklären würde. Deshalb könne man nicht mit Sicherheit sagen, ob ein Teil noch vom Neubau nach dem Kirchenbrand 1569 und der andere von der Erweiterung 1775 stamme. Das könne nur durch eine genaue Untersuchung des Holzes geklärt werden, die aber den Rahmen der jetzt laufenden Maßnahme sprengen würde.

Äußere Deckenbalkenschwellen nicht zu retten

„An der Malkwitzer Kirche ist ständig gebaut worden“, weiß Pfarrer Andreas Sehn. Man habe sich in ständiger Konkurrenz zu Luppa und Calbitz befunden. Wenn der eine etwas gebaut habe, hätten die anderen nachgezogen.

Forderung des Denkmalschutzes ist es, so viel wie möglich von der vorhandenen Substanz zu erhalten. Bei den äußeren Deckenbalkenschwellen ist da nicht mehr viel zu machen. Sie sind durch die Nässe und Schwamm erheblich geschädigt. Hausschwammbefall diagnostizierte der Leipziger Ingenieur Matthias Ritter-Müller kürzlich auch an den Giebelsparren. Sie müssen, zumindest teilweise, erneuert werden. Dazu muss der Giebel gesichert und ein Teil des Mauerwerkes dort abgetragen werden.

Am Giebel muss wegen des teilweisen Austausches der Giebelsparren das Mauerwerk ein Stück abgetragen werden.

Von Axel Kaminski

Kugelschreiber sind nicht nur begehrte Schreibmaterialien, sondern auch Sammelobjekte. Am kommenden Freitag und Sonnabend ist der Club der Kugelschreibersammler in Oschatz zu Gast und richtet dort die 50. Tauschbörse aus.

30.04.2019

Schon zur Eröffnung der neuen Sonderschau drängten sich die Besucher im Wermsdorfer Schloss Hubertusburg. Bis Oktober sind hier seltene Kostbarkeiten aus den Depots der Staatlichen Kunstsammlungen zu sehen.

30.04.2019

Franz von Assisi ist Held des Musicals, das der Kinderchor mithilfe von Kantorin Sigrid Schiel aufführen will. Seit Januar laufen im Gemeindehaus in Altmügeln die Proben. Premiere soll am Sonntag sein.

30.04.2019