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Oschatz Ganziger Löschwasserteich ist überflüssig
Region Oschatz Ganziger Löschwasserteich ist überflüssig
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05:03 13.04.2019
Nach dem Bau der Zisterne in der Ortsmitte hat der Ganziger Löschwasserteich ausgedient. Er soll verfüllt werden. Quelle: Axel Kaminski
Ganzig

Die Tage des Ganziger Feuerlöschteiches sind gezählt. War vor knapp drei Jahren durchaus noch die Sanierung des Gewässers ein Thema, soll er nun verfüllt werden. Wie Bürgermeister David Schmidt (parteilos) den Mitgliedern des Technischen Ausschusses erläuterte, habe dazu bereits eine beschränkte Ausschreibung stattgefunden. Die Gemeinde habe drei Angebote eingeholt, deren Kosten-Spanne von rund 15 000 bis 21 000 Euro reichte. Den Zuschlag werde man der Höptner Straßen- und Tiefbau GmbH erteilen.

Gutachten legt einzubauendes Material fest

Vorausgegangen seien dem Abstimmungen mit der Naturschutzbehörde beim Landratsamt sowie eine hydrologische Stellungnahme aus der Landkreisverwaltung. „Darin werden klare Forderungen dazu aufgestellt, welche Materialien zu verwenden und wie diese einzubauen sind“, erklärte der Bürgermeister. Es sei schon erstaunlich, wie groß die benötigten Massen seien, um dieses kleine Gewässer zu verfüllen.

Ursache dafür, dass nach jahrelangen Diskussionen etwas am Löschwasserteich passiert, sind Gefährdungen eines Grundstückes durch ein Absacken der Böschung. Deshalb war bereits Anfang des Jahres 2016 im Liebschützberger Gemeinderat über eine Sanierung des Gewässers diskutiert worden. Allerdings belief sich der Kostenvoranschlag für diese Maßnahme auf 60 000 bis 70 000 Euro.

Dieses Geld wäre dann auf einem Grundstück eingesetzt worden, das der Gemeinde nicht gehört, sondern nur von ihr gepachtet ist. Die Mehrheit der Räte hatte sich damals auch deutlich gegen einen Kauf der Grundstücks ausgesprochen. Gewässerfläche und Uferstreifen allein wären nicht teuer gewesen, allerdings hätte man mit rund 5000 Euro Vermessungskosten rechnen müssen. Dafür hätte die Gemeinde den Teich noch mehrere hundert Jahre pachten können. Dazu kommt, dass weder für die Sanierung noch den Erwerb des Löschwasserteiches eine Förderung zu erwarten gewesen wäre.

Zisterne in der Ortsmitte ersetzt den Teich

Der Gemeinderat entschied sich stattdessen dafür, eine Löschwasserzisterne zu errichten. Diese tauchte erstmals im Haushaltsplan 2016 auf. Auf der Prioritätenliste des Landkreises für die Objekte des Feuerwehrwesens und Brandschutzes, die gefördert werden sollten, stand die Zisterne für Ganzig jedoch auf einem hinteren Platz. Deshalb wurde deren Bau erst im vergangenen Jahr realisiert. Dabei wurde die Chance genutzt, das angrenzende Areal neu zu gestalten.

„Das Verfüllen des Teiches ist mit den Anliegern und bisherigen Einleitern von Regenwasser abgesprochen“, stellte der Bürgermeister auf Anfrage von René Winkler (SV Borna) klar. Der Löschwasserteich war während des Zweiten Weltkrieges von Kriegsgefangenen ausgeschachtet worden.

Von Axel kaminski

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