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Oschatz Gefälschte Geldscheine in Oschatz, Dahlen und Mügeln
Region Oschatz Gefälschte Geldscheine in Oschatz, Dahlen und Mügeln
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14:43 25.02.2019
Experten wissen, worauf sie achten müssen: Ein Mitarbeiter des Dezernats Falschgeld beim Landeskriminalamt untersucht Euroscheine auf Fälschungshinweise. Quelle: Foto: dpa
oschatz/Dahlen/Mügeln

In Oschatz, Dahlen und Mügeln ist offenbar Falschgeld im Umlauf. Das sorgt bei den betroffenen Geschäftsleuten für Aufregung. „Die Fälschungen müssen perfekt gemacht gewesen sein“, sagt Nils Taube. Sowohl ihm als Inhaber des gleichnamigen Backhauses als auch seinen Verkäuferinnen waren die gefälschten 50-Euro-Scheine nicht aufgefallen. Die Tageseinnahmen des Backhauses werden in Sicherheitstaschen bei der Sparkasse abgegeben, in die Leipziger Zentrale gefahren und dort zur Prüfung weiter geleitet. Dabei wurden die Blüten (gefälschte Banknoten) erkannt. „Das Geld wird uns in diesem Fall nicht gut geschrieben, wir bleiben auf dem Schaden sitzen“, ärgert sich Taube.

Prüfstifte angeschafft

Als Konsequenz hat er für seine Verkaufsfilialen Prüfstifte angeschafft. „Wir untersuchen damit alle 50-Euro-Noten“, sagt Nils Taube. Und er hofft darauf, dass sich das Problem in absehbarer Zeit von selbst erledigt Vor zwei Jahren habe er die Möglichkeit des bargeldlosen Bezahlens eingeführt. „Mittlerweile bezahlt jeder dritte Kunde mit Karte“, sagt der Bäckermeister.

Probleme beim Einzahlen

Auch das Fotostudio Corinna könnte Opfer von Geldfälschern geworden sein, das steht allerdings noch nicht sicher fest. Mehrmals passierte es dem Fotografen Thomas Malik in den vergangenen vier Wochen, dass es Probleme beim Einzahlen der Tageseinnahmen am Automaten der Sparkasse gab. „Da erschien die Mitteilung, dass die Scheine nur unter Vorbehalt angenommen würden, da es sich um nicht identifizierbares Geld handele“, sagt der Oschatzer. Innerhalb einer Frist von acht Wochen werde nun die Echtheit der eingezahlten Scheine geprüft. Diese Frist ist noch nicht verstrichen. „Eventuell ist auch bloß der Automat defekt“, sagt der Fotograf. Sicherheitshalber habe sich das Fotostudio ebenfalls einen Prüfstift gekauft, um nicht auf gefälschte Geldscheine herein zu fallen.

Scheine meist verschmutzt oder geknickt

Barbara Bauer, Pressesprecherin der Sparkasse Leipzig, sagt zu diesem Fall: „Die Automaten nehmen eine erste Prüfung vor und haben dafür eine ausgereifte Sensorik. In den allermeisten Fällen sind die eingezahlten Scheine verschmutzt oder geknickt.“ Unabhängig von der Prüfung durch die Automaten leite die Sparkasse Leipzig sämtliches eingezahltes Geld an die Bundesbank weiter, wo es noch einmal unter die Lupe genommen werde. Im Gegenzug werde an den Schaltern oder Automaten ausschließlich von der Bundesbank geprüftes Geld an die Kunden ausgezahlt, betont die Pressesprecherin. Wie viel Falschgeld im Einzugsbereich der Sparkasse Leipzig im Umlauf ist, erhebt das Kreditinstitut laut Barbara Bauer nicht. „Das wird ja von uns nur zur Bundesbank durchgereicht“, nennt sie den Grund.

In Oschatz „kleine Häufung“ von Fällen

„Es gab im November einige Fälle in Oschatz und im Januar einige Fälle in Dahlen und Mügeln. Dies stellt noch keinen Schwerpunkt dar, bildet aber speziell für den Bereich Oschatz eine kleine Häufung“, ordnet Richard Baldeweg, Pressesprecher der Polizeidirektion Leipzig, die Aktivitäten der Geldfälscher in der Region Oschatz ein. Ob es sich jeweils um Einzelfälle oder um den oder die gleichen Täter handele, stehe noch nicht fest. Das müssten die Ermittlungen ergeben, so Baldeweg.

Die jüngsten Zahlen zu Falschgeld in Sachsen liegen für 2017 vor. Laut Landeskriminalamt war durch die Blüten im gesamten Freistaat ein Schaden von mehr als 80 000 Euro entstanden.

Von frank hörügel

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