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Oschatz Großes Interesse an Waldumbau um Wermsdorf
Region Oschatz Großes Interesse an Waldumbau um Wermsdorf
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06:00 14.05.2019
Nach einer kurzen Stippvisite auf dem Gelände von Schloss Hubertusburg startete die Exkursion in den Wald. Quelle: Foto: Jana Brechlin
Wermsdorf/Leipzig

Über 1000 Besucher haben am Wochenende an der 69. Tagung des Deutschen Forstvereins in Dresden teilgenommen. Von dort aus machten sich die Frauen und Männer aus ganz Deutschland und weiteren Ländern auf zu verschiedenen Exkursionen in die sächsischen Wälder. Eine Gruppe besuchte auch den Wermsdorfer Forst, informierte sich hier über den Waldumbau und besichtigte Versuchsflächen.

Größte Veranstaltung im deutschen Sprachraum

Der Deutsche Forstverein führt aller zwei Jahre diese Fortbildung für Interessenten durch. Dabei kommen Förster und Mitarbeiter aus Behörden sowie Waldbesitzer, Bewirtschafter oder Holzhändler zusammen. „Das ist die größte deutschsprachige Veranstaltung, die es gibt“, unterstrich Andreas Padberg vom Forstbezirk Leipzig bei der Begrüßung zum Auftakt der Exkursion in Wermsdorf.

Werbung für Schlossbesichtigung

Bevor es in den Wald ging, nutzten Bürgermeister Matthias Müller (CDU) und Revierförster Uwe Lange die Gelegenheit, die Besucher auf die Schlösser in Wermsdorf hinzuweisen und luden zu einem neuerlichen Besuch mit Besichtigung der aktuellen Ausstellung ein. „Ich kenne nicht die Themen der anderen Exkursionen, kann ihnen aber versichern, sie haben sich die schönste ausgesucht“, wandte sich Müller an die Gäste.

Kompakte Fläche

Der Wermsdorfer Wald sei mit 5000 Hektar eine kompakte Fläche in der ansonsten waldarmen Leipziger Region, machte Andreas Padberg deutlich. Zudem habe das Gebiet durch die Gestaltung für die Parforcejagd auch eine kulturhistorische Bedeutung. Drängendstes Thema aktuell sei der Waldumbau hin zu Laubwäldern. Aufgrund einschneidender Sturmschäden und Borkenkäferplage werde der Umbau forciert. Die entsprechenden Flächen gehörten deshalb zur Route der Exkursionsteilnehmer. „Das Thema Waldumbau ist hier besser erlebbar als an jedem anderen Ort“, versicherte Padberg.

Teilnehmer aus Ungarn

Das interessierte zum Beispiel auch Teilnehmer aus Ungarn. Dort wird derzeit nach Wegen gesucht, die Eiche im Wald rationell zu verjüngen, weshalb die Mitarbeiter der ungarischen Forstverwaltung vor allem wissen wollten, welche Erfahrungen es im Wermsdorfer Wald dazu gibt. „Wir setzen auf einen Wissenstransfer und sind selbst ebenfalls an Austausch interessiert, denn den Stein der Weisen haben wir auch nicht“, sagte Forstdirektor Andreas Padberg.

Forststudentin verstärkt Team

Begleitet wurde die Exkursion von einer echten Wermsdorferin: Ulrike Wilhelm ist Forststudentin im 4. Semester in Tharandt und hatte sich zur Tagung als Helferin gemeldet. „Ich war in den vergangenen Tagen schon in Dresden im Einsatz und habe heute die Gelegenheit, diese Gruppe durch meine Heimat zu begleiten“, so die junge Frau. Deren Weg mit den Teilnehmern führte unter anderem zur 1000-jährigen Linde nach Collm, ins Schwarzwildgatter Seelitz oder ins Landschaftsmuseum am Kirchenteich.

Von Jana Brechlin

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