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Oschatz Grün auf Blau bei Wermsdorf
Region Oschatz Grün auf Blau bei Wermsdorf
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19:50 11.07.2019
Der Horstsee ist momentan stark von Grünalgen befallen. Quelle: Axel Kaminski
Wermsdorf

Das Grün des Waldes und das Blau des Wassers – auf dem Ortswappen sogar in Silber dargestellt – sind die Farben der Gemeinde. Vom Blau oder Silber ist derzeit vor allem am Horstsee nicht mehr viel zu sehen. Hier mischen jetzt die Grünalgen heftig in der Farbenlehre mit.

Für Georg Stähler, Eigentümer der Wermsdorfer Teichwirtschaft, ist dieses Grün derzeit das kleinere Übel. „Es ist wie im letzten Jahr und wie immer, wenn wir lange warme und trockene Phasen haben: Das Wasser wird weniger und wärmer“, erklärt er die aktuelle Herausforderung. Warmes Wasser kann weniger Sauerstoff binden als kaltes. Deshalb müssen die Fischwirte schon einige Teiche belüften und auf diesem Wege Sauerstoff eintragen. Beim Horstsee sei das momentan noch nicht der Fall.

Die Grünalgen erzeugen tagsüber Sauerstoff und verbrauchen ihn nachts. Im Gegensatz zu anderen Algen würden sie keine Stoffe ausscheiden, die der Gesundheit der anderen Bewohner des Gewässers abträglich wären. Auf dem Horstsee seien die Algen derzeit gut sichtbar, weil sie sich an der Oberfläche aufhalten. an anderen Gewässern gäbe es sie auch, allerdings in tieferen Wasserschichten.

Auswirkungen der Hitze noch nicht klar

Für eine Prognose, welche Auswirkungen die Hitze auf das Wachstum der Karpfen und damit auf die Erträge der Teiche hat, ist es nach Georg Stählers Überzeugung noch zu früh. „Wir haben noch zwei potenziell warme oder gar heiße Monate vor uns, da kann noch viel passieren“, betont der Fischwirtschaftsmeister. Bisher würden sich die Verluste jedenfalls in engen Grenzen halten. Georg Stähler weist aber auch darauf hin, dass drei kühlere Tage und ein kurzer Regenschauer die Situation nicht entschärfen können. Der Horstsee ist ein so genannter Himmelsteich. Sein Wasserstand hängt in erster Linie vom Niederschlag ab, weniger von den kleineren Zuflüssen. Und sei diese derzeit zwar täglich kleiner werdende, aber immer noch relativ große Wassermenge einmal aufgeheizt, dann kühle sie auch nicht in einer Nacht mit etwas tieferen Temperaturen deutlich ab.

Fördermittel für Bewirtschaftung

Wie rund 90 andere sächsische Teichwirtschaftsbetriebe auch, erhält die Teichwirtschaft Wermsdorf in diesen Tagen ihre Fördermittel für die naturschutzgerechte Bewirtschaftung ihrer Gewässer. Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft reicht für die 8600 Hektar Teichfläche, auf denen die Bedingungen des Förderprogrammes erfüllt werden, insgesamt 2,6 Millionen Euro aus. Davon stammen 75 Prozent aus dem Europäischen Meeres- und Fischereifonds.

Von Axel Kaminski

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