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Oschatz Grundschule in Wermsdorf erst im September bezugsfertig
Region Oschatz Grundschule in Wermsdorf erst im September bezugsfertig
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06:00 29.06.2019
Die Grundschule Wermsdorf bleibt länger Baustelle. Quelle: picture alliance / dpa
Wermsdorf

Der Schulanfang kann nicht wie zunächst geplant in der neuen Grundschule Wermsdorf stattfinden. Das hat Bürgemeister Matthias Müller (CDU) zur Sitzung des Gemeinderates am Donnerstag mitgeteilt. Der Elternrat sei bereits informiert worden, dass die künftigen Erstklässler noch einmal in der alten Poststation eingeschult werden. Grund seien Verzögerungen beim Bau.

Bürgermeister kritisiert Hinhaltetaktik

So sei man gezwungen gewesen, den Vertrag mit dem Auftragnehmer für das Los zwei – die Bauhauptleistungen – zu kündigen. Nach einer „über Wochen praktizierten Hinhaltetaktik bis hin zur Leistungsverweigerung“ habe man im Interesse des Baufortschrittes handeln müssen. Durch die Auseinandersetzung sei es bereits zu Verzögerungen bei den Maler- und Fußbodenarbeiten gekommen. Auf eine Frage aus dem Gemeinderat antwortete der Bürgermeister, er prüfe derzeit strafrechtlich relevantes Vorgehen. Besagte Firma sollte noch den Akustikputz übernehmen und Mängel beseitigen. Diese Arbeiten habe man schließlich neu ausschreiben müssen und jetzt für rund 76 000 Euro an eine Döbelner Firma vergeben, so Müller.

Betriebsstart wird verschoben

Der Funken Hoffnung auf eine pünktliche Fertigstellung bis zum Schulbeginn sei mittlerweile so gering, dass es unseriös wäre, den Schulanfang im Neubau zu planen. Er gehe davon aus, dass die neue Grundschule eher Mitte September betriebsbereit sein wird.

Fehler des Ingenieurbüros

Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Gemeinderäte mit der Baufirma beschäftigen müssen, denn in den vergangenen Monaten war es wiederholt zu Nachträgen beim Los zwei gekommen. Allerdings nicht nur da. Auch am Donnerstag mussten die Räte erneut einen Nachtrag über 7000 Euro, diesmal beim Trockenbau, beschließen. Dabei ging es unter anderem um Leistungen, die erbracht werden mussten, aber im Verzeichnis offenbar nicht oder in anderer Form vorgesehen waren. So fehlten in der Ausschreibung des Ingenieurbüros zum Beispiel die Unterkonstruktionen für die Hängeschränke. Trotz wiederholter Nachträge sei man immer noch unter den ursprünglich veranschlagten Kosten, machte Bürgermeister Matthias Müller deutlich, kündigte aber an, das mit dem Büro auszuwerten. Denkbar sei etwa eine Kürzung der Schlussrechnung.

Weitere Nachträge möglich

Auf Nachfrage von Helga Sembdner (SPD) sagte Bauamtsleiter Thomas Keller, dass auch bei anderen Gewerken noch mit Nachträgen zu rechnen sei. Gemeinderäten wie René Naujoks (CDU) war da das Lachen schon lange vergangen. „Ich frage mich wirklich, ob das Ingenieurbüro das im Haupterwerb macht“, sagte er angesichts der Fehler. Im Interesse des Baufortschrittes müsse man hier wohl zustimmen. „Aber ich kann nur hoffen, dass wir es bald geschafft haben“, sagte er.

Von Jana Brechlin

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