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Oschatz Hausschwamm besiegt: Neues Dach schützt Merkwitzer Kirche
Region Oschatz Hausschwamm besiegt: Neues Dach schützt Merkwitzer Kirche
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19:00 17.09.2019
Bauabnahme an der sanierten Kirche Merkwitz mit Bauunternehmer Thomas Voigtländer, Pfarramtsmitarbeiterin Claudia Jentzsch, Pfarrer Christof Jochem, Planer Frank Schuster und René Naujoks vom gleichnamigen Dachdeckerunternehmen (v.l.). Quelle: Foto: Frank Hörügel
Merkwitz

Der Gottesdienst zur Kirchweih am Sonntag, dem 27. Oktober, wird für die Christen im Oschatzer Stadtteil Merkwitz ein ganz besonderer sein. An diesem Tag feiern sie ihre frisch sanierte Dorfkirche, für die am Dienstag die Bauabnahme erfolgt ist.

Befall durch Hausschwamm festgestellt

„Alles gut“, kommentierte der Oschatzer Pfarrer vor Ort das Ende der Sanierungsarbeiten. Von diesem Optimismus war Christof Jochem Anfang April noch weit entfernt. In der Decke zwischen dem Kirchenschiff und dem Dach wurde einBefall durch Hausschwamm festgestellt. Das ist eine besonders tückische Pilzart, die selbst starke Holzbalken komplett zersetzen kann. „Den Hausschwamm kriegt man nicht tot, der kann nur ruhig gestellt werden“, sagt Thomas Voigtländer vom gleichnamigen Bauunternehmen in Oschatz.

Decke musste teilweise rausgerissen werden

Anders als ursprünglich geplant, musste deshalb die pilzbefallene Decke auf einer Fläche von etwa 40 Quadratmeter herausgerissen werden. Und dann gab es auch noch Probleme mit der Statik im Glockenstuhl. Anfang Mai musste ein Läuteverbot für die Merkwitzer Kirchglockenverhängt werden – wegen Schäden in der Holzkonstruktion.

Orgel komplett eingehaust

Während der Deckenbauarbeiten wurde das Kirchenschiff eingerüstet und mit einem Staubschutz versehen. Die Gottesdienste konnten trotzdem stattfinden, die Kirchgänger mussten unter dem Gerüst durchlaufen. Die Orgel musste komplett eingehaust werden, um das Instrument gegen Staub zu schützen.

Schleppgauben sind Alleinstellungsmerkmal

Jetzt ist alles frisch saniert und renoviert. Auch die Glocken können wieder geläutet werden. Und in dem neu, mit roten Biberschwanzziegeln gedeckten Dach gibt es eine Besonderheit, die Merkwitz von den anderen Dorfkirchen in der Region abhebt. „Hier wurden Schleppgauben eingebaut, das ist ein Alleinstellungsmerkmal. Sonst gibt es in der Region nur Fledermausgauben“, sagte Planer Frank Schuster. Wann die Dorfkirche in Merkwitz ursprünglich gebaut wurde, ist nicht überliefert. Erstmals erwähnt wurde das Gotteshaus im Jahr 1346. Die letzte Außenrenovierung erfolgte 1991/92, das Innere wurde 1994/95 renoviert.

Kosten höher als geplant

Der Befall mit Hausschwamm hat nun die Bauzeit um etwa acht Wochen verlängert und die Kosten in die Höhe getrieben. Ursprünglich waren 250 000 Euro geplant, nun kostet die Sanierung 320 000 Euro. Finanziert wird der Bau mit Geld aus dem Förderprogramm Leader, aus den Kassen der Landeskirche und der Kirchgemeinde Oschatz. Die Sanierung des Gotteshauses ist das kostenintensivste Bauprojekt der Kirchgemeinde Oschatz in diesem Jahr. Im nächsten Jahr steht dann die Klosterkirche in Oschatz auf dem Bauprogramm. „Das wird dann noch mal eine ganz andere Größenordnung“, blickt Pfarrer Jochem voraus.

Von Frank Hörügel

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