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Oschatz Helau im Schlaraffenland: Oschatz schwelgt zur fünften Jahreszeit im Genuss
Region Oschatz Helau im Schlaraffenland: Oschatz schwelgt zur fünften Jahreszeit im Genuss
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19:11 24.02.2019
Der Auftritt der Gardemädchen war nur ein Programmpunkt des abwechslungsreichen Abends, der die Zuschauer nicht auf den Plätzen hielt. Quelle: Foto: Manuel Niemann
Oschatz

Oschatz Helau!“ und zwar ein dreifaches hallte am Sonnabend nicht nur ein Mal durch das Thomas-Müntzer-Haus. 90 Karten waren für die Abendveranstaltung des Oschatzer Carneval Clubs (OCC) vorab verkauft worden, weit mehr kamen: 150 Besucher empfingen das Prinzenpaar Tina und Jens Graul mitsamt ihrem Narrenstaat.

Genuss und Völlerei im Narrenstaat

Der frönte in diesem Jahr dem Genuss und der Völlerei, getreu des Mottos des Abends: „Wenn in der Döllnitz Milch und Honig fließen, am Collm Weinreben sprießen und Narren gebratene Tauben in mundgerechten Happen genießen, steht fest: Vom Zentrum bis zum Stadtesrand, ganz Oschatz ein Schlaraffenland.“

In das hatten viele Vorbereitungsstunden die Veranstaltungshalle verwandelt: Girlanden und Ballons gaben dieser eine angedeutete Kuppel und damit eine weichere Form und den nötigen Klecks Farbe. Für Musik und das passende Licht sorgten DJ JPEG und das Team der 3p-Eventechnik aus Grimma, das Catering hatte die Narren indes selbst besorgt.

Wer wollte, konnte also im Schlaraffenland schlemmen, während das Karnevalsprogramm häppchenweise auf der Bühne serviert wurde oder die Impressionen von der ausverkauften „FaschingsumZUG“-Fahrt an der Leinwand flimmerten.

150 Besucher verfolgten im Thomas-Müntzer-Haus die Festsitzung des Oschatzer Carneval Clubs. Wir haben die Bilder.

Der Traum startet Acht vor Acht

Der Abend startet pünktlich Acht vor Acht und weil die Uhr ab da mit dem Jugendschutz gegen die Jüngsten lief, durften die zuerst auftreten. Nachdem die Kinder mit dem Sandmännchenlied die Bühne, aber noch nicht das Schlaraffentraumland verlassen mussten, übernahmen die Älteren mit ihren Gardeauftritten, Sketchen oder der Büttenrede einer rasend-grauen Reportermaus, die offenbar in den Fluren dieser Zeitung haust. Die Datenschutzgrundverordnung oder auch die Dann-doch-nicht-Umbenennung des Platsch spießte sie genüsslich wie ein Stück Käse auf.

Weitere süße oder auch deftige Überraschungen, durch die Moderator Tino Puchta führte: Ein Mr. Bean, der sich auf eigenwillige Art ein Sandwich zubereitete oder auch die jungen Frauen der Garde, die sich per Trampolinsprung „plopp, plopp, plopp“ vom schnöden Mais- zum Popcorn aufschwanen. „ Wer nach dem Fremdschämhit „Thüringer Klöße“ immer noch nicht satt war, konnte bei einer der Tanzunterbrechungen, die immer wieder eingestreut waren, auf’s Parkett.

Nicht ohne Männerballett

Denn allzu viel Schlemmen macht auch nicht glücklich, sondern bewegungsuntüchtig. Abhilfe schafften umjubelt dann die Herren: Das OCC-Männerballett ließ es sich nicht nehmen, zu Eric Prydz’ „Call On Me“ sich zu ertüchtigen.

Statt neonfarbiger Aerobic-Anzüge wie im Videoclip bekamen die Zuschauer wundersam schwellende und wieder verschwindende Bäuche unter Feinripp zu sehen und zum Abschluss gar eine Popoparade. „A-P-P-L-A-U-S“ forderten die Narren mit ausgestreckten Hintern. Applaus gab es. Und ein dreifach Helau!

Von Manuel Niemann

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